ASML Aktie: Strategie im Wandel
ASML bereitet sich auf eine bedeutende Weichenstellung vor. Auf der Hauptversammlung am 22. April in Veldhoven stehen Führungswechsel, ein neuer Technologiechef und eine klare strategische Neuausrichtung auf der Agenda – weg vom reinen EUV-Spezialisten, hin zum Vollsortimenter für KI-Chipfertigung.
Neues Führungsteam nimmt Form an
Der Aufsichtsrat schlägt vor, Marco Pieters als neuen Chief Technology Officer für vier Jahre in den Vorstand zu berufen. Damit wächst das Board of Management von fünf auf sechs Mitglieder. CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury sollen ebenfalls wiederbestellt werden – für vier beziehungsweise zwei Jahre.
Auf Aufsichtsratsebene scheidet Alexander Everke auf eigenen Wunsch aus. Als Nachfolger nominiert das Gremium Benjamin Loh, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von ASM International und langjährige Führungspersönlichkeit in der Halbleiterbranche. Terri Kelly und An Steegen sollen hingegen in ihren Ämtern bestätigt werden.
Wachstum jenseits von EUV
Strategisch will ASML den nächsten Schritt gehen. Bisher ist das Unternehmen der einzige Hersteller von EUV-Lithografieanlagen weltweit – ein starkes, aber enges Fundament. Künftig soll das Produktportfolio um Werkzeuge für das sogenannte Advanced Packaging erweitert werden: Maschinen, die spezialisierte Chips miteinander verbinden, ein zentrales Element moderner KI-Prozessoren und Hochleistungsspeicher.
Mit dem XT:260 hat ASML bereits ein erstes Gerät speziell für diesen Markt vorgestellt. Der Bereich gilt als wachstumsstark und margenreich – ein attraktiver Ausgleich zur Abhängigkeit vom EUV-Geschäft. Parallel arbeitet das Unternehmen an der nächsten EUV-Generation (High-NA EUV) sowie an einer dritten Generation, die sich noch in der Forschungsphase befindet.
Finanzieller Rahmen
Für 2026 erwartet ASML einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 soll auf 7,50 Euro je Aktie steigen – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Daneben läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro, das bis Ende 2028 abgewickelt werden soll. Allein in der Woche vom 2. bis 6. März erwarb ASML rund 105.700 eigene Aktien für knapp 125 Millionen Euro.
Ein Belastungsfaktor bleibt das China-Geschäft: Nach einem überdurchschnittlich hohen Anteil in 2025 rechnet das Management damit, dass der Umsatzbeitrag aus China 2026 auf rund 20 Prozent zurückgeht – bedingt durch Exportbeschränkungen und den Abbau bestehender Auftragsbestände.
Die Hauptversammlung am 22. April wird zeigen, ob Aktionäre die vorgeschlagene Führungsstruktur und die strategische Neuausrichtung mittragen. Mit dem Einstieg in den Advanced-Packaging-Markt setzt ASML auf ein Wachstumsfeld, das die Abhängigkeit vom EUV-Zyklus strukturell verringern soll.
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