Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach befindet sich in einer Zwickmühle zwischen operativer Neuausrichtung und einer Hängepartie auf Aktionärsebene. Während CEO Arne Freundt mit einer prestigeträchtigen Formel-1-Partnerschaft gegen sinkende Umsätze ankämpft, blockieren unterschiedliche Preisvorstellungen den möglichen Einstieg eines chinesischen Großinvestors. Kann die neue Sport-Allianz die nötige Dynamik bringen, oder bleibt der Kurs von der Übernahmefantasie abhängig?

Hier die aktuellen Marktdaten im Überblick:
* Aktueller Kurs: 21,78 € (+1,63 %)
* Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -43,82 %
* RSI (14 Tage): 73,2 (überkaufter Bereich)
* Jahresperformance (12 Monate): -43,82 %

Formel-1 als neuer Wachstumstreiber

Am 20. Januar 2026 meldete Puma den Vollzug einer umfassenden Kooperation mit McLaren Racing. Die Vereinbarung macht das Unternehmen zum Ausstatter des gesamten McLaren-Portfolios, inklusive des Formel-1-Weltmeisterteams und der IndyCar-Sparte. CEO Arthur Hoeld bezeichnete den Deal als "große Ehre" und setzt darauf, vom anhaltenden Formel-1-Boom, getrieben durch die wachsende US-Popularität, zu profitieren.

Die Strategie ist klar: Durch den sofortigen Verkaufsstart der Lifestyle-Kollektionen soll die Marke wieder emotional aufgeladen werden. Dies ist dringend nötig, da wichtige Sneaker-Releases wie der "Speedcat" zuletzt die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnten und Konkurrenten wie Adidas oder On Running Marktanteile eroberten.

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Die 40-Euro-Hürde

Abseits der Rennstrecke bestimmt jedoch ein ganz anderes Thema die Kursfantasie. Der chinesische Branchenriese Anta Sports hat Interesse an dem 29-Prozent-Paket der Pinault-Familie (Artemis) bekundet. Die Finanzierung für den Einstieg gilt laut Insidern als gesichert.

Das Problem liegt in der Bewertung: Artemis fordert Berichten zufolge mehr als 40 Euro pro Aktie für den als "nicht-strategisch" eingestuften Anteil. Dies entspricht fast einer Verdopplung des aktuellen Kursniveaus von rund 22 Euro. Angesichts der operativen Schwäche Pumas erscheint diese Forderung ambitioniert, was die Verhandlungen aktuell ins Stocken bringt. Der Markt spielt dieses Szenario dennoch weiter, was sich auch im hohen RSI-Wert von 73,2 widerspiegelt.

Operativer "Reset" nötig

Die fundamentale Lage rechtfertigt die hohen Preisvorstellungen der Großaktionäre derzeit kaum. Im dritten Quartal 2025 brachen die Umsätze um 15,3 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro ein. Das Management hat eine "Reset-Phase" ausgerufen, um das Unternehmen zu stabilisieren. Zur Sicherung der Liquidität wurden im Dezember 2025 ein Brückenkredit über 500 Millionen Euro sowie weitere Kreditlinien fixiert.

Ob die Maßnahmen und die neue McLaren-Partnerschaft greifen, wird sich am 26. Februar 2026 zeigen. An diesem Datum veröffentlicht Puma den nächsten Quartalsbericht, der den Anlegern erste Hinweise darauf geben wird, ob die operative Talsohle durchschritten ist.

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