Puma Aktie: Übernahme hakt
Der Übernahmefantasie bei Puma geht vorerst die Luft aus. Nach hohen Erwartungen an einen Einstieg des chinesischen Sportartikelkonzerns Anta Sports rückt ein schneller Deal in weite Ferne. Kernproblem sind deutlich auseinanderliegende Preisvorstellungen – und genau das bremst nun die zuletzt aufgekommene Euphorie.
Verhandlungen festgefahren
Ausgangspunkt der Spekulationen ist der rund 29-prozentige Anteil der Pinault-Familie an Puma, gehalten über die Investmentgesellschaft Artemis. Anta Sports soll Anfang Januar ein offizielles Angebot für dieses Paket vorgelegt haben. Seither dreht sich alles um eine Frage: Kommen Käufer und Verkäufer beim Preis zusammen?
Derzeit sieht es nicht danach aus. Artemis strebt laut Berichten etwa 40 Euro je Aktie an. Dem steht ein Börsenkurs gegenüber, der deutlich darunter liegt: Heute schloss die Aktie bei 22,82 Euro und damit klar unter der Vorstellung der Verkäuferseite.
Damit ergibt sich eine erhebliche Bewertungslücke:
- Geforderter Preis Artemis: ca. 40 Euro je Aktie
- Aktueller Kurs: 22,82 Euro
- Aufschlag auf den Börsenkurs: fast 70 %
- 52-Wochen-Hoch: 41,81 Euro
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: rund -45 %
Ein derart hoher Aufpreis ist für Anta Sports schwer zu rechtfertigen. Das erklärt, warum die Gespräche ins Stocken geraten und der Titel heute schwächer aus dem Handel ging.
Hinzu kommt: Mit einem RSI von 73,2 ist die Aktie technisch bereits im überkauften Bereich. Nach der Rally der vergangenen Wochen steigt damit die Anfälligkeit für Rücksetzer, wenn Hoffnungen enttäuscht werden.
Übernahmefantasie trifft Realität
Die Spekulation auf einen Einstieg von Anta Sports hatte Puma zuletzt spürbar Rückenwind gegeben. Die Aktie war auf ein Sechsmonatshoch gestiegen, angetrieben von der Aussicht auf einen finanzstarken strategischen Partner und eine mögliche Neubewertung.
Strategisch wäre ein solcher Schritt durchaus relevant: Anta Sports vereint bereits Marken wie Salomon und Wilson unter einem Dach und spielt im globalen Sportartikelmarkt eine zunehmend wichtigere Rolle. Ein Engagement bei Puma könnte die Marktgewichte weiter verschieben und neue Kooperationen sowie Skaleneffekte eröffnen.
Für Puma selbst kommen die Gerüchte in einer sensiblen Phase. Das Management um CEO Arthur Hoeld hat 2026 als Übergangsjahr ausgerufen. Das Unternehmen steckt mitten in einer umfassenden Restrukturierung, steht unter hohem Wettbewerbsdruck durch Adidas, Nike und zahlreiche kleinere Marken und muss seine Position im Markt neu justieren.
Genau hier liegt die Ambivalenz der aktuellen Lage:
- Operativ arbeitet Puma an einer Neuausrichtung.
- Ein Investor wie Anta könnte finanzielle und strategische Unterstützung bringen.
- Die hohen Preisforderungen der Verkäuferseite machen einen zeitnahen Deal aber unwahrscheinlich.
Der Markt reagiert entsprechend: Die kurzfristige Kursfantasie bleibt intakt, wird aber zunehmend von der Frage gedämpft, ob die hohen Erwartungen an den Verkaufspreis realistisch sind.
Blick nach vorn: Zahlen statt Gerüchte
Kurzfristig dürfte die Aktie stark von weiteren Schlagzeilen zu den Verhandlungen zwischen Artemis und Anta Sports abhängen. Ohne Bewegung bei den Preisvorstellungen oder klare Statements der beteiligten Parteien bleibt die Lage von Unsicherheit geprägt, ein Scheitern der Gespräche ist ausdrücklich möglich.
Spätestens am 26. Februar 2026 rückt jedoch ein anderes Thema in den Vordergrund: An diesem Tag legt Puma die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr vor. Dann zeigt sich, wie weit die Restrukturierung tatsächlich fortgeschritten ist und ob die operative Basis eine höhere Bewertung überhaupt rechtfertigen kann. Für die Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob die Ergebnisse die jüngste Übernahmefantasie mit Substanz unterfüttern oder ob der Markt seinen Fokus wieder stärker auf die bestehenden Herausforderungen richtet.
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