Puma Aktie: Startschuss oder Fehlstart?
Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach sendet aktuell widersprüchliche Signale an den Markt. Während eine prestigeträchtige neue Partnerschaft im Motorsport für frischen Glanz sorgen soll, dämpft eine führende US-Investmentbank die kurzfristigen Erwartungen. Anleger stehen nun vor der Frage: Reicht die neue "Brand Heat", um die fundamentalen Bremsklötze in der Bilanz zu lösen?
- Strategischer Deal: Puma wird ab 2026 offizieller Ausrüster von McLaren Racing.
- Analysten-Votum: Goldman Sachs senkt das Kursziel wegen langsamerer Lagerbereinigung.
- Kursentwicklung: Die Aktie notiert bei 21,54 Euro und kämpft mit dem 12-Monats-Verlust von rund 33 %.
Glamour trifft auf Realität
Der Kontrast könnte kaum schärfer sein: Anfang der Woche feierte Puma die Unterzeichnung eines mehrjährigen Vertrags mit McLaren Racing. Der Deal, der das Formel-1-Team, die IndyCar-Serie und die F1 Academy umfasst, soll die Marke im Premium-Segment neu positionieren und den bisherigen Ausrüster Castore verdrängen. Management und Investoren hoffen, durch diese Kooperation die Sichtbarkeit gegenüber den Platzhirschen Nike und Adidas signifikant zu erhöhen.
Doch die Euphorie über den Marketing-Coup wurde am Donnerstag jäh gebremst. Die US-Investmentbank Goldman Sachs aktualisierte ihre Bewertung und senkte das Kursziel von 29,00 auf 26,50 Euro. Zwar hält Analyst Richard Edwards an seiner Kaufempfehlung fest, doch die Begründung wiegt schwer: Die Normalisierung der Lagerbestände verläuft schleppender als prognostiziert. Dies deckt sich mit der zurückhaltenden Haltung anderer Häuser wie der Deutschen Bank („Hold“) und RBC („Sector Perform“), die vorerst an der Seitenlinie bleiben.
Übernahmefantasie stützt Erholung
Trotz der gemischten Nachrichtenlage hat sich das Papier vom 52-Wochen-Tief bei 15,48 Euro deutlich erholt und notiert aktuell bei 21,54 Euro. Ein wesentlicher Treiber für diese Stabilisierung sind hartnäckige Gerüchte um einen möglichen Einstieg von Anta Sports. Spekulationen, der chinesische Gigant könnte Interesse am 29-Prozent-Paket der Gründerfamilie Pinault haben, wirken als Bodenbildung für den Kurs, auch wenn konkrete Bestätigungen fehlen.
Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer spannenden Phase. Mit einem RSI von 73,2 deutet der Indikator kurzfristig auf eine Überkauft-Situation hin, was die Volatilität erklären dürfte. Gleichzeitig notiert der Kurs knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt von 21,00 Euro, was technisch orientierte Anleger als positives Signal werten könnten.
Die entscheidende Bewährungsprobe steht am 26. Februar 2026 an. An diesem Datum präsentiert der Konzern seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr. Erst dann wird sich zeigen, ob die Lagerbestände tatsächlich so belastend sind wie von Goldman Sachs befürchtet, oder ob die operative Wende schneller gelingt als erwartet.
Puma-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Puma-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Puma-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Puma-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Puma: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








