Moderna meldet sich mit einem wichtigen regulatorischen Erfolg und der Beilegung eines kostspieligen Rechtsstreits zurück. Nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA die Prüfung des neuen Grippeimpfstoff-Kandidaten mRNA-1010 zunächst abgelehnt hatte, gab sie nun grünes Licht für das Zulassungsverfahren. Gleichzeitig räumt das Unternehmen eine jahrelange juristische Unsicherheit aus dem Weg.

FDA-Prüfung und Europa-Zulassung

Die FDA hat ihre ursprüngliche Ablehnung revidiert und wird den Zulassungsantrag für den saisonalen Grippeimpfstoff mRNA-1010 nun offiziell prüfen. Eine Entscheidung der Behörde wird bis zum 5. August 2026 erwartet. Moderna strebt eine volle Zulassung für Erwachsene zwischen 50 und 64 Jahren sowie eine beschleunigte Zulassung für Senioren ab 65 Jahren an. Kann die neue Impfstoff-Generation den erhofften Wachstumsschub bringen?

Parallel dazu stärkt das Unternehmen seine Position in Europa. Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den neuen COVID-19-Impfstoff mNEXSPIKE erteilt. In Studien zeigte dieser eine höhere Wirksamkeit als das Vorgängerprodukt Spikevax, insbesondere bei älteren Menschen. Diese Fortschritte sind Teil einer breiteren Strategie, das Portfolio über reine COVID-19-Lösungen hinaus zu diversifizieren.

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Ende des Patentstreits

Ein weiterer entscheidender Faktor für die künftige Planungssicherheit ist die Einigung mit Arbutus Biopharma und Genevant Sciences. In dem langjährigen Streit um die für mRNA-Impfstoffe zentrale Technologie zahlt Moderna im dritten Quartal 2026 eine Pauschalsumme von 950 Millionen US-Dollar. Je nach Ausgang eines noch laufenden Gerichtsverfahrens könnten weitere 1,3 Milliarden US-Dollar fällig werden.

Obwohl diese Zahlungen die Bilanz kurzfristig belasten, bewerten Marktbeobachter den Schritt positiv. Die Einigung entfernt ein erhebliches Risiko, das die Aktie lange Zeit belastet hat. Das Management kann sich nun wieder vollständig auf die klinische Entwicklung konzentrieren. Zu den wichtigsten Projekten gehören:

  • Grippe/COVID-Kombinationsimpfstoff (mRNA-1083)
  • Norovirus-Impfstoffkandidat (mRNA-1403)
  • Diverse Programme in der Onkologie und bei seltenen Krankheiten

Finanzielle Stabilität trotz Verlusten

Trotz eines Nettoverlusts von 2,8 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 verfügt Moderna über liquide Mittel in Höhe von 8,1 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert das Management ein Umsatzwachstum von bis zu 10 Prozent und setzt verstärkt auf Kostensenkungen.

An der Börse sorgten die Nachrichten für eine Fortsetzung des positiven Trends. Die Aktie notierte zuletzt bei 48,38 Euro, was einem Zuwachs von rund 83 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Die Liquiditätsprognose für Ende 2026 wurde infolge des Patentvergleichs auf 4,5 bis 5,0 Milliarden US-Dollar angepasst.

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