Porsche hat seine Auslieferungszahlen für 2025 vorgelegt – und zeigt damit eine Mischung aus Rückgang im Gesamtvolumen und klaren Fortschritten bei der Elektrifizierung. Für die Aktie ist vor allem spannend, wie stark der Umbau des Modellmixes die schwächere Nachfrage in wichtigen Märkten auffängt. Im Hintergrund steht ein Kurs, der sich deutlich von früheren Hochs entfernt hat.

Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge legt deutlich zu, während die Gesamtverkäufe um zehn Prozent sinken. Wie passt das zusammen?

Die Fakten im Überblick

  • Weltweite Auslieferungen 2025: 279.449 Fahrzeuge (-10 % zum Vorjahr)
  • Elektrifizierungsanteil weltweit: 34,4 % (davon 22,2 % vollelektrisch)
  • China: -26 % auf 41.938 Fahrzeuge
  • Europa (ohne Deutschland): -13 % auf 66.340 Fahrzeuge
  • Deutschland: -16 % auf 29.968 Fahrzeuge
  • Macan bleibt Volumenmodell, 911 mit neuem Rekordjahr
  • Nächster Finanztermin: Jahresfinanzbericht 2025 am 11. März 2026

Kursseitig spiegelt sich der Druck auf das Geschäft bereits wider: Die Aktie notiert mit 42,19 Euro rund 32 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 62,02 Euro und liegt auch seit Jahresanfang im Minus.

Regionale Schwäche, USA stabil, China belastet

Porsche setzte 2025 weltweit 279.449 Fahrzeuge ab und damit zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist jedoch regional sehr ungleich verteilt.

Nordamerika bleibt mit 86.229 ausgelieferten Fahrzeugen der wichtigste Einzelmarkt. Dort hält Porsche das Vorjahresniveau nahezu, in den USA selbst wurde mit 76.219 Fahrzeugen sogar ein neuer Verkaufsrekord gemeldet. Das zeigt: Im größten Premium-Markt funktioniert das Geschäftsmodell weiterhin gut.

Deutlich schwieriger sieht es in China aus. Dort sackten die Auslieferungen auf 41.938 Fahrzeuge ab, ein Minus von 26 Prozent. Das Unternehmen begründet dies mit anhaltend anspruchsvollen Marktbedingungen im Luxussegment und starkem Wettbewerb gerade bei vollelektrischen Modellen. Für einen Hersteller mit Anspruch auf hohe Margen ist dieser Gegenwind in China ein zentrales Thema.

Auch in Europa kühlt die Nachfrage ab. In den europäischen Märkten ohne Deutschland fielen die Auslieferungen um 13 Prozent auf 66.340 Fahrzeuge. Im Heimatmarkt Deutschland beträgt das Minus 16 Prozent auf 29.968 Fahrzeuge. Hier spielen laut Porsche nicht nur die Marktlage, sondern auch regulatorische Faktoren hinein.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Porsche AG?

Elektrifizierung legt deutlich zu

Trotz des insgesamt rückläufigen Volumens meldet Porsche Fortschritte bei der Elektrifizierungsstrategie. Weltweit lag der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge 2025 bei 34,4 Prozent, ein Plus von 7,4 Prozentpunkten. Der Anteil vollelektrischer Modelle kommt auf 22,2 Prozent und damit am oberen Ende der selbst gesetzten Zielspanne von 20 bis 22 Prozent für 2025.

In Europa setzt sich der Wandel besonders deutlich durch: Erstmals wurden dort mehr elektrifizierte Fahrzeuge als reine Verbrenner ausgeliefert. Der Elektrifizierungsanteil erreichte 57,9 Prozent, jedes dritte Fahrzeug war vollelektrisch. Damit bestätigt sich, dass Porsche im Kernmarkt Europa konsequent in Richtung E-Modelle umschwenkt.

Gleichzeitig sorgen regulatorische Vorgaben für Bremswirkung bei klassischen Baureihen. Lieferengpässe bei den Verbrenner-Versionen von 718 und Macan, ausgelöst durch EU‑Cybersicherheitsvorschriften, trugen zum Rückgang in Europa bei. Beim 718 kam zusätzlich das Produktionsende im Oktober 2025 hinzu, was die Auslieferungen dieser Baureihe um 21 Prozent auf 18.612 Einheiten sinken ließ.

Modellmix: Macan dominiert, 911 auf Rekordniveau

Beim Blick auf den Modellmix zeigt sich, welche Baureihen die Marke aktuell tragen. Der Macan bleibt mit 84.328 ausgelieferten Einheiten das volumenstärkste Modell. Mehr als die Hälfte davon – 45.367 Fahrzeuge – entfiel bereits auf die vollelektrische Variante. Damit wird der Macan zum Schlüsselmodell der Elektrifizierungsstrategie.

Der 911, das ikonische Sportwagenmodell der Marke, erreichte 51.583 Auslieferungen und damit einen neuen Rekord für die Baureihe. Trotz des allgemeinen Marktabkühlung bestätigt Porsche damit die hohe Nachfrage im Hochpreissegment und die starke Positionierung des 911.

In der Summe deuten diese Zahlen auf einen spürbaren Übergang im Portfolio hin: weniger Verbrenner-Volumen, dafür mehr elektrifizierte und vollelektrische Modelle mit steigender Relevanz.

Termine und Einordnung für die Aktie

Der nächste wichtige Termin für den Kapitalmarkt ist der 11. März 2026. Dann legt Porsche den Jahresfinanzbericht 2025 vor und quantifiziert die finanziellen Auswirkungen der rückläufigen Auslieferungen und des höheren Elektrifizierungsanteils. Am 29. April 2026 folgt die Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2026.

Mit Blick auf die Aktie bleibt damit vorerst eine klare Ausgangslage: operativ trifft ein rückläufiges Gesamtvolumen auf Fortschritte bei E‑Modellen und einen robusten US‑Markt, während China und Europa schwächeln. Entscheidend wird, welche Margen Porsche im Jahresbericht aus diesem Mix tatsächlich ausweist und ob die Strategie bei elektrifizierten Modellen den Rückgang klassischer Baureihen ergebnismäßig ausgleichen kann.

Porsche AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Porsche AG-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Porsche AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Porsche AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Porsche AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...