Wenn das neue Führungsduo der Porsche AG am Mittwoch seine erste Bilanz vorlegt, weht ihm ein rauer Wind entgegen. Einbrechende Verkaufszahlen in China und milliardenschwere Kosten für die Neuausrichtung der Elektrostrategie belasten den Sportwagenbauer erheblich. Kann das Management um den neuen CEO Michael Leiters einen glaubwürdigen Weg aus der aktuellen Absatzkrise aufzeigen?

China-Schwäche und teure Strategiewechsel

Die Ausgangslage für die Präsentation der Jahreszahlen 2025 ist herausfordernd. Weltweit gingen die Auslieferungen im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf knapp 280.000 Fahrzeuge zurück. Besonders der einst wichtigste Wachstumsmarkt China bereitet Sorgen: Hier fielen die Verkäufe um 26 Prozent ab. Als Reaktion darauf verkleinert das Unternehmen sein dortiges Händlernetz bis Ende 2026 auf rund 80 Standorte und priorisiert Margen vor reinem Volumen.

Zusätzlich drückt eine Sonderbelastung von 1,8 Milliarden Euro aus der angepassten Elektromobilitätsstrategie auf die Bilanz. Weil die Nachfrage nach reinen E-Autos hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibt, flexibilisiert Porsche seine Modellpolitik. Margenstärkere Verbrenner und Hybride rücken vorerst wieder stärker in den Fokus.

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Gewinnrückgang und Analystenskepsis

Diese operativen Hürden spiegeln sich in den Erwartungen für das abgelaufene Schlussquartal wider. Marktbeobachter rechnen mit einem deutlichen Gewinnrückgang auf 0,38 Euro je Aktie, nach 0,91 Euro im Vorjahreszeitraum. Auch beim Umsatz wird ein Minus von gut 13 Prozent auf 9,97 Milliarden Euro prognostiziert.

Vor diesem Hintergrund haben mehrere Großbanken ihre Erwartungen nach unten korrigiert. Goldman Sachs senkte das Kursziel auf 40 Euro und rechnet für die Jahre 2026 und 2027 mit einer anhaltend schwierigen Phase, bis eine geplante Modelloffensive greifen könnte. Die UBS reduzierte ihr Ziel im Zuge der allgemeinen Skepsis auf 42 Euro. Lediglich Kepler Cheuvreux bewertet die Lage etwas positiver und sieht erste Anzeichen, dass der Tiefpunkt im Ertragszyklus bald erreicht sein könnte.

An der Börse hat die ungemütliche Nachrichtenlage bereits deutliche Spuren hinterlassen. Die Aktie schloss am Freitag exakt auf ihrem neuen 52-Wochen-Tief von 38,01 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf knapp 20 Prozent. Die von Anlegern einst gewährte Bewertungsprämie für den Luxusstatus schwindet zusehends, wodurch sich das Bewertungsniveau immer weiter klassischen Volumenherstellern annähert.

Bei der anstehenden Bilanzvorlage am 11. März reicht der bloße Blick auf die vergangenen Geschäftszahlen daher nicht aus. Um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, muss das Management einen belastbaren Fahrplan für die kommenden zwei Jahre präsentieren. Im Zentrum stehen dabei konkrete Maßnahmen zur Stabilisierung des China-Geschäfts sowie der präzise finanzielle Ausblick für die nun flexibler gestaltete Antriebsstrategie.

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