Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers durchläuft aktuell den größten strukturellen Wandel seiner Börsengeschichte. Während sich der Mutterkonzern von seiner Kontrollmehrheit verabschieden will, kämpft das Unternehmen operativ mit Gegenwind aus China und drohenden US-Zöllen. Wie bewältigt der Diagnostik-Spezialist diesen doppelten Stresstest?

Weg in die Eigenständigkeit

Der prägendste Faktor für die zukünftige Ausrichtung ist die geplante Entkonsolidierung durch die Siemens AG. Der Mutterkonzern plant, rund 30 Prozent der Healthineers-Anteile an seine eigenen Aktionäre abzuspalten und die Kontrollmehrheit abzugeben. Für den Kapitalmarkt bedeutet dieser Schritt einen höheren Streubesitz und eine klarere Positionierung als reiner Medizintechnik-Anbieter. Die finanziellen Weichen dafür sind bereits gestellt, da die Ratingagentur Moody's dem Unternehmen unlängst ein Investment-Grade-Rating bescheinigte.

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Operativer Gegenwind aus Übersee

Abseits der strukturellen Neuaufstellung zeigt sich das operative Geschäft durchwachsen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz zwar um 3,8 Prozent und die bereinigte operative Marge verbesserte sich auf 15 Prozent, das Ergebnis je Aktie sank jedoch leicht. Als spürbarer Bremsklotz erweist sich weiterhin die Diagnostiksparte, die aufgrund anhaltender Schwäche im chinesischen Markt um drei Prozent schrumpfte. Zusätzlich belasten die geopolitischen Rahmenbedingungen: Das Management rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit negativen Effekten durch US-Zölle in Höhe von bis zu 500 Millionen Euro.

Diese Unsicherheiten spiegeln sich deutlich in der aktuellen Marktbewertung wider. Passend zum heutigen Auftakt der wichtigen Gesundheits-IT-Messe HIMSS in Las Vegas rutschte das Papier auf ein neues 52-Wochen-Tief von 39,96 Euro ab. Mit einem Minus von gut 22 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht zeigt sich, dass Investoren die Kombination aus schwächelndem China-Geschäft und dem komplexen Ablösungsprozess derzeit skeptisch bewerten.

Die kommenden Wochen liefern konkrete Anhaltspunkte für die weitere Entwicklung. Anfang des zweiten Quartals will das Management die detaillierten Strukturen und den Zeitplan für den Spin-off vorlegen. Am 7. Mai wird sich bei der Präsentation der Zahlen zum zweiten Quartal schließlich zeigen, ob sich das China-Geschäft stabilisiert und das Unternehmen seine Jahresprognose trotz der Zollbelastungen verteidigen kann.

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