Am 11. März legt Porsche die Zahlen für 2025 vor – und die Erwartungen sind düster. China-Einbruch, milliardenschwere E-Auto-Belastungen und eine radikal verschobene Strategie: Für CEO Michael Leiters und CFO Jochen Breckner wird die Pressekonferenz zur Bewährungsprobe. Der Markt zweifelt bereits.

Erste Nagelprobe für die neue Führung

Dr. Michael Leiters übernahm am 1. Januar 2026 das Steuer bei Porsche. Der ehemalige McLaren-CEO und frühere Ferrari-Technikchef muss nun gemeinsam mit CFO Dr. Jochen Breckner ausgerechnet ein Krisenjahr präsentieren. Die Analysten erwarten wenig Erfreuliches: Der Gewinn je Aktie dürfte im letzten Quartal auf magere 0,38 Euro abgestürzt sein – nach 0,91 Euro im Vorjahr. Beim Umsatz rechnet der Konsens mit einem Rückgang von 11,52 auf 9,97 Milliarden Euro.

Schwerer noch wiegt die operative Belastung von 1,8 Milliarden Euro aus der gescheiterten E-Offensive. Diese Sonderkosten drücken nicht nur auf das Ergebnis, sie symbolisieren auch eine strategische Kehrtwende: Porsche rudert bei der Elektromobilität zurück.

China-Kollaps trifft ins Mark

Die globalen Auslieferungen brachen 2025 um zehn Prozent auf 279.449 Fahrzeuge ein. Besonders dramatisch verlief die Entwicklung in China: Minus 26 Prozent. Der einst wichtigste Wachstumsmarkt entwickelt sich zum Problemfall. Lokale Premiummarken greifen an, wohlhabende Käufer halten sich zurück.

Porsches Reaktion ist radikal: Bis Ende 2026 schrumpft das Händlernetz auf nur noch 80 autorisierte Partner. Der Rückzug aus der Fläche markiert das Ende der Volumenstrategie. Künftig setzt Stuttgart auf "Value over Volume" – höhere Margen statt hoher Stückzahlen.

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Strategiewende: Zurück zum Verbrenner

Die Neuausrichtung geht weit über China hinaus. Da die Nachfrage nach reinen E-Autos schwächelt, rücken Verbrenner und Hybride wieder ins Zentrum. Sie versprechen aktuell stabilere Erträge. Berichten zufolge erwägt Porsche sogar, seine Elektro-Sportwagenlinie zu streichen.

Dennoch präsentierte das Unternehmen kürzlich den vollelektrischen Macan GTS mit 571 PS und knapp 600 Kilometern Reichweite. Ein technisch beeindruckendes Modell – doch ob es die E-Offensive wiederbeleben kann, bleibt fraglich.

Analysten senken die Daumen

Goldman Sachs kappte das Kursziel von 46 auf 40 Euro bei unverändertem "Neutral". Analyst Christian Frenes prognostiziert schwierige Jahre 2026 und 2027, erst 2028 könnte eine Modelloffensive Besserung bringen. UBS folgte mit einer Kürzung auf 42 Euro. Die Botschaft ist eindeutig: Kurzfristige Katalysatoren fehlen.

Die Börse reagiert entsprechend. Die einstige Luxusprämie in der Bewertung ist Geschichte, das Kurs-Gewinn-Verhältnis nähert sich dem von Volumenherstellern wie BMW und Mercedes. Porsche trägt die Kosten für den parallelen Betrieb zweier Welten – Verbrenner und verzögerte E-Mobilität.

Kepler Cheuvreux sieht hingegen Licht am Horizont: Eine positive Cash-Entwicklung für 2026 sei möglich, der Tiefpunkt im Gewinnzyklus womöglich durchschritten. Sinkende Restrukturierungskosten könnten die Marge stützen.

Entscheidung am Dienstag

Am 11. März wird sich zeigen, ob Leiters und Breckner eine überzeugende Antwort auf die Krise haben. Der Markt erwartet weniger eine Erklärung für 2025 als vielmehr einen glaubwürdigen Ausblick auf die kommenden Jahre. Bei einem Aktienkurs auf Mehrjahrestiefs steht viel auf dem Spiel.

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