Am 11. März 2026 steht CEO Michael Leiters vor seiner ersten großen Bewährungsprobe: Gemeinsam mit CFO Jochen Breckner präsentiert er die Jahreszahlen 2025 – und damit die Bilanz eines schwierigen Jahres. Die Auslieferungen brachen um zehn Prozent auf 279.449 Fahrzeuge ein, die Elektrostrategie verschlang 1,8 Milliarden Euro an operativen Kosten, und Analysten haben ihre Erwartungen deutlich zurückgeschraubt. Für den ehemaligen McLaren-Chef Leiters wird es darauf ankommen, ob er einen glaubwürdigen Erholungspfad aufzeigen kann.

China-Schwäche und Strategiewechsel belasten

Der Absatzrückgang von 310.718 auf 279.449 Einheiten im Vergleich zu 2024 wiegt schwer. Besonders der chinesische Markt entwickelte sich zum Problemfall: Die Nachfrage nach Luxusfahrzeugen kühlte ab, während lokale Premiummarken den Wettbewerbsdruck erhöhten. Parallel dazu vollzieht Porsche einen strategischen Schwenk. Die ursprünglich forcierte Elektrooffensive wird zurückgefahren – stattdessen rücken Verbrenner und Hybridmodelle wieder stärker in den Fokus. Der Grund: Sie versprechen derzeit stabilere Margen als reine Elektrofahrzeuge.

Die Kosten für den parallelen Betrieb beider Technologien belasten die Bilanz allerdings weiterhin. Die einst erhöhte Bewertungsprämie gegenüber Volumenherstellern ist weitgehend erodiert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis nähert sich mittlerweile dem Niveau von BMW und Mercedes-Benz an.

Analysten sehen wenig Aufwärtspotenzial

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Die Gewinnerwartungen für das Schlussquartal 2025 unterstreichen die angespannte Lage: Analysten prognostizieren einen Gewinn je Aktie von lediglich 0,38 Euro – im Vorjahreszeitraum waren es noch 0,91 Euro. Beim Umsatz wird ein Rückgang von 11,52 Milliarden auf 9,97 Milliarden Euro erwartet.

Goldman Sachs senkte das Kursziel von 46 auf 40 Euro und verwies auf einen herausfordernden Ausblick für die kommenden beiden Jahre. Eine mögliche neue Modelloffensive könnte erst 2028 spürbare Entlastung bringen. UBS reduzierte das Kursziel ebenfalls auf 42 Euro. Etwas optimistischer zeigt sich Kepler Cheuvreux, das für 2026 eine positive Cash-Konversion für möglich hält und andeutet, dass Porsche den Tiefpunkt im Gewinnzyklus bereits durchschritten haben könnte. Der gemeinsame Nenner bleibt jedoch: Kurzfristige Kurstreiber fehlen.

Entscheidender Erstauftritt am 11. März

Die Jahreszahlenpräsentation ist mehr als Pflichtübung. Leiters, der seine Rolle erst am 1. Januar 2026 antrat, muss den Nachweis erbringen, dass er das Ruder herumreißen kann. Investoren werden genau darauf achten, ob die Prognose für 2026 eine echte Stabilisierung untermauert – oder ob der Margendruck bestehen bleibt. Kepler Cheuvreux verweist darauf, dass ein wesentlicher Teil der erwarteten Margenverbesserung aus niedrigeren Restrukturierungskosten stammen könnte. Ob diese Hoffnung trägt, entscheidet sich am kommenden Mittwoch.

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