Alphabet setzt ein klares Signal: CEO Sundar Pichais neue Vergütungsstruktur hängt erstmals spürbar an den Fortschritten von Waymo und dem Drohnenlieferdienst Wing. Damit rücken zwei lange als „Zukunftsprojekte“ gesehene Bereiche ins Zentrum der Konzernsteuerung. Was steckt hinter dem Schritt – und warum kommt er genau in einer Woche, in der auch die Dividende wieder Thema ist?

Rekordpaket – aber kaum mehr Gehalt

In einer Mitteilung vom 7. März hat Alphabet ein dreijähriges Vergütungspaket für Pichai offengelegt, das insgesamt bis zu 692 Millionen US-Dollar erreichen kann. Bemerkenswert: Am Fixgehalt ändert sich wenig. Pichais Grundgehalt bleibt bei 2 Millionen US-Dollar pro Jahr – unverändert seit 2020.

Der große Hebel liegt stattdessen bei Aktien- und Performance-Komponenten. Damit will der Verwaltungsrat die Vergütung stärker an messbare Ergebnisse und an die Rendite für Aktionäre koppeln, statt einfach nur den „Titel“ zu bezahlen.

Waymo und Wing rücken ins Zentrum

Der auffälligste neue Baustein: Ein wesentlicher Teil der Anreize ist direkt an Waymo und Wing gebunden. Konkret erhält Pichai sogenannte Bet Performance Units (BPUs) – für Waymo mit einem Zielwert von bis zu 130 Millionen US-Dollar, für Wing mit 45 Millionen US-Dollar. Entscheidend ist, wie stark der Wert dieser Einheiten über drei Jahre steigt. Die Auszahlung kann dabei zwischen 0% und 200% liegen.

Zusätzlich kommen Restricted Stock Units im Wert von 84 Millionen US-Dollar hinzu, die über drei Jahre gestaffelt übertragen werden – sofern Pichai im Amt bleibt. Jede Einheit wandelt sich dann in eine Alphabet-Class-C-Aktie.

Warum diese Konstruktion? Der Verwaltungsrat verweist darauf, dass Waymo und Wing unter Pichai deutliche Fortschritte gemacht hätten. Mit den neuen Anreizen sollen diese Entwicklungen noch stärker mit den Interessen der Aktionäre verzahnt werden.

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Rendite-Vergleich mit dem S&P-100

Neben den „Moonshot“-Zielen enthält das Paket auch klassische Börsen-Messlatten: Zwei Tranchen von Performance Stock Units (je 63 Millionen US-Dollar Zielwert) hängen an der Total Shareholder Return (TSR) von Alphabet im Vergleich zu Unternehmen aus dem S&P 100. Gemessen wird über die Zeiträume 2026–2027 und 2026–2028, auch hier mit einer Spanne von 0% bis 200% beim Vesting.

Unterm Strich: Alphabet koppelt Pichais Vergütung gleichzeitig an Konzernrendite und an den Erfolg zweier strategischer Zukunftsfelder.

Dividende und starke Zahlen als Hintergrund

Parallel zu den Vergütungsnews steht heute auch der Dividenden-Stichtag (Ex-Tag) im Kalender: Alphabet zahlt eine Quartalsdividende von 0,21 US-Dollar je Aktie, fällig am 16. März, maßgeblich für Aktionäre mit Eintrag zum 9. März.

Dass Alphabet sich solche Programme leisten kann, liegt auch an den zuletzt robusten Kennzahlen. Für das vierte Quartal meldete der Konzern einen Gewinnanstieg um 30% auf 34,5 Milliarden US-Dollar, der Umsatz legte um 18% auf 113,8 Milliarden US-Dollar zu. Besonders dynamisch: Google Cloud mit plus 48% auf 17,7 Milliarden US-Dollar. Auch die Suche wuchs weiter und beschleunigte sich auf 17% Umsatzplus; Alphabet betonte dabei Rekorde bei Suchanfragen und verwies darauf, dass KI die Nutzung antreibe, ohne die klassische Suche zu verdrängen.

Passend dazu plant Alphabet für 2026 sehr hohe Investitionen: Die erwarteten Capex liegen bei 175 bis 185 Milliarden US-Dollar. Das ist der Preis für KI-Infrastruktur im großen Stil – und ein Hinweis, wie ernst es Alphabet mit dem nächsten Wachstumsschub meint.

Die Alphabet-Aktie steht derweil kurzfristig weiter unter Druck: Sie notiert aktuell bei 253,45 Euro und liegt damit in den vergangenen 30 Tagen 7,26% im Minus.

Im Kalender ist der 16. März der nächste konkrete Termin: Dann wird die Quartalsdividende ausgezahlt – während der Markt gleichzeitig genau verfolgen dürfte, ob Waymo und Wing die kommerziellen Fortschritte liefern, die Alphabet nun sogar im Vergütungsplan zur Messgröße macht.

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