Der VW-Konzern steht vor einem Machtkampf der besonderen Art. Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg einen klaren Kurs ausgegeben: Schluss mit den Alleingängen der Premiumtöchter Porsche und Audi. "Im Moment ist das oft Kraut und Rüben", kritisierte sie deutlich. "Es mangelt an Disziplin!"

Die Forderung an Konzernchef Oliver Blume ist unmissverständlich: Wolfsburg müsse wieder stärker Dreh- und Angelpunkt für den gesamten Konzernverbund werden. Alleingänge einzelner Marken könne sich der Konzern schlicht nicht mehr leisten. Stattdessen brauche es klare Vorgaben und den nötigen Durchgriff aus dem Konzernvorstand, um "Marken-Egoismen einzufangen".

Synergien statt Eigenwege

Der Vorwurf wiegt schwer: Während VW mit dem Umbau des Stammwerks und der Elektrifizierung der Kernmarke kämpft, sollen die Töchter zu sehr auf eigene Rechnung arbeiten. Cavallo sieht dadurch Synergien im Konzern verschenkt. Ihre Lösung: Porsche und Audi an die kürzere Leine nehmen und gemeinsame Ziele definieren.

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Für die Porsche AG könnte das bedeutende Einschränkungen in der strategischen Autonomie bedeuten. Die Sportwagentochter, die erst 2022 an die Börse gebracht wurde, hatte zuletzt mit eigenen Elektrifizierungsplänen und Plattform-Strategien punkten wollen. Nun soll offenbar die zentrale Steuerung aus Wolfsburg wieder mehr Gewicht bekommen.

Vorstände geben sich zuversichtlich

VW-Markenchef Thomas Schäfer betonte hingegen die positive Entwicklung: "Die Marke Volkswagen kommt voran, die Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Er sprach von einem entscheidenden Jahr 2026 mit einem halben Dutzend Weltpremieren. Auch Konzernchef Blume, der eigentlich nicht auf der Rednerliste stand, wandte sich kurz an die Belegschaft: "Wir gehen voran in der Mobilität der Zukunft."

Die Betriebsratschefin ließ zudem durchblicken, dass die Entscheidung über eine geforderte Anerkennungsprämie für die Tarifbeschäftigten erst nach der kommenden Woche stattfindenden Betriebsratswahl fallen wird. Hintergrund ist der überraschend gute Cashflow von sechs Milliarden Euro, den VW im Januar gemeldet hatte. Cavallos Forderung: "Alle oder keiner. Fair muss es sein."

Für Porsche-Anleger dürfte die Debatte um mehr zentrale Kontrolle zwiespältig sein. Einerseits könnten Synergieeffekte Kosten senken, andererseits droht der Verlust jener Eigenständigkeit, die der Marke bisher Premiumstatus und Gewinnkraft sicherte.

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