Goldman Sachs senkt das Kursziel von 46 auf 40 Euro – und trifft damit eine Aktie, die bereits nahe ihrem 52-Wochen-Tief notiert. Doch die eigentliche Bewährungsprobe steht erst bevor: Am 11. März präsentiert das neue Führungsduo erstmals die Jahresbilanz. Anleger fragen sich, ob die Zahlen eine Stabilisierung einleiten oder weitere Enttäuschungen folgen.

Analysten erwarten schwierige Jahre

Goldman Sachs begründet die Kurszielreduktion mit angepassten Schätzungen und rechnet für 2026 und 2027 mit schwierigen Geschäftsjahren. Erst 2028 erwarte man eine Modelloffensive. Das Rating bleibt bei "Neutral" – eine Einschätzung, die wenig Fantasie lässt. Der Marktkonsens von sechs Analysten geht für das abgelaufene Quartal von einem Gewinn je Aktie von nur 0,38 Euro aus. Im Vorjahr waren es noch 0,91 Euro. Mehr als eine Halbierung.

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Auf der Umsatzseite zeigt sich ein ähnliches Bild: Statt 11,52 Milliarden Euro im Vorjahresquartal erwarten Analysten nun durchschnittlich 9,97 Milliarden Euro. Der Druck auf das Management steigt.

China schwächelt, Elektrostrategie kostet

2025 lieferte Porsche weltweit 279.449 Fahrzeuge aus – zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptverantwortlich ist China. Der einst verlässliche Wachstumsmotor stottert massiv. Lokale Premiummarken setzen dem Stuttgarter Autobauer zu, chinesische Kunden kaufen im Luxussegment deutlich zurückhaltender.

Hinzu kommen operative Belastungen von 1,8 Milliarden Euro aus der korrigierten Elektrostrategie. Versorgungslücken beim 718 und beim Macan mit Verbrennungsmotor verschärfen die Lage zusätzlich. Matthias Becker, Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing, spricht von einem "wertorientierten Angebotsmanagement" – Branchenjargon für Zurückhaltung bei Rabatten und eine bewusst gedrosselte Auslieferung.

Macan GTS Electric als Hoffnungsträger

Inmitten der angespannten Lage setzt Porsche auf der Produktseite ein Signal. Der neue Macan GTS Electric debütiert als sportlichste Variante des vollelektrischen SUV. Erstmals trägt ein rein elektrischer Macan das ikonische GTS-Kürzel. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,8 Sekunden, die Systemleistung beträgt mit Overboost 571 PS bei 955 Nm Drehmoment.

Die 800-Volt-Architektur ermöglicht Laden mit bis zu 270 kW. In 21 Minuten soll die Batterie von 10 auf 80 Prozent geladen sein, die Reichweite gibt Porsche mit bis zu 586 Kilometern an. Technisch beeindruckend – doch ob das Modell die erhoffte Nachfrage generiert, bleibt abzuwarten.

Neues Führungsduo vor Feuertaufe

Am 11. März tritt das neue Führungsteam erstmals gemeinsam vor die Öffentlichkeit. CEO Dr. Michael Leiters, der am 1. Januar 2026 antrat, war zuvor CEO von McLaren Automotive und CTO bei Ferrari. CFO Dr. Jochen Breckner übernahm sein Amt bereits am 26. Februar 2025. Beide müssen nun erklären, ob 2026 eine Stabilisierung bringt oder ob Porsche zunächst eine längere Durststrecke durchlaufen muss.

Die Strategie lautet "value over volume" – Wert vor Volumen. Becker formuliert es klar: Man plane die Volumina für 2026 realistisch und berücksichtige die Produktionsauslaufphase der Verbrenner-Modelle. Übersetzt: Keine überambitionierten Ziele, keine Schnäppchen-Schlachten.

Am 11. März wird sich zeigen, ob diese Strategie die Anleger überzeugt. Mit einem Kurs von 41,23 Euro liegt die Aktie nur knapp vier Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 39,70 Euro. Die 200-Tage-Linie bei 43,79 Euro wirkt derzeit als massiver Widerstand. Ohne überzeugende Zahlen und einen glaubwürdigen Ausblick dürfte eine Trendwende schwerfallen.

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