Die Vorzeichen für die Jahresbilanz der Porsche AG könnten kaum schwieriger sein. Kurz vor dem ersten großen Auftritt des neuen Führungsduos senkte die US-Investmentbank Goldman Sachs ihr Kursziel und dämpfte die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung. Für CEO Dr. Michael Leiters wird der 11. März damit zur entscheidenden Bewährungsprobe: Kann er trotz massiver Absatzprobleme in China eine glaubhafte Strategie für die kommenden Jahre präsentieren?

Analysten bremsen Erwartungen

Goldman-Sachs-Analyst Christian Frenes sieht für den Sportwagenbauer vorerst wenig Licht am Ende des Tunnels. Er senkte das Kursziel von 46 auf 40 Euro und prognostiziert schwierige Jahre 2026 und 2027. Erst für 2028 rechnet der Experte mit einer wirksamen Modelloffensive. Auch die UBS korrigierte ihr Ziel zuletzt nach unten auf 42 Euro.

Diese Skepsis spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Das Papier geriet heute unter Druck und verlor 3,23 Prozent auf 39,90 Euro. Damit notiert der Titel nur noch hauchdünn über dem 52-Wochen-Tief von 39,70 Euro. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt hat sich mittlerweile auf fast 9 Prozent vergrößert, was den technischen Abwärtstrend unterstreicht.

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Gewinnhalbierung droht

Wenn CEO Leiters und CFO Dr. Jochen Breckner am 11. März die Bücher öffnen, dürften die Zahlen die angespannte Lage bestätigen. Der Marktkonsens geht für das abgelaufene Quartal von einem Gewinn je Aktie von lediglich 0,38 Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (0,91 Euro) käme dies mehr als einer Halbierung gleich.

Hauptverantwortlich für die trübe Bilanz ist der Einbruch im wichtigsten Einzelmarkt. In China sanken die Auslieferungen 2025 um rund 26 Prozent, was das Unternehmen zu drastischen Maßnahmen zwingt. Das Händlernetz vor Ort wird massiv verkleinert; bis Ende 2026 soll die Zahl der autorisierten Verkaufsstellen auf 80 sinken.

Strategiewechsel: Wert vor Menge

Das Management reagiert auf die veränderte Marktlage mit der Devise „Value over Volume“. Da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen schwächelt und hohe Entwicklungskosten die Bilanz belasten, rücken Verbrenner- und Hybridmodelle wieder stärker in den Fokus. Diese versprechen aktuell stabilere Margen als die reine Elektromobilität.

Ob dieser Kurswechsel ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich bei der Bilanzvorlage zeigen. Strategen von Kepler Cheuvreux sehen zumindest einen Hoffnungsschimmer: Sie erwarten für das laufende Geschäftsjahr eine positive Cash-Conversion, was darauf hindeuten könnte, dass der operative Tiefpunkt bald durchschritten ist.

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