IREN Aktie: Unerfüllte Erwartungen
IREN setzt beim Umbau zum KI-Rechenzentrumsanbieter aufs Tempo. Ein Großauftrag für Nvidia-GPUs über Dell soll die Kapazität deutlich nach oben schieben und die Umsatzambitionen untermauern. Gleichzeitig sorgt ausgerechnet die Finanzierungsschiene für Gegenwind an der Börse.
50.000 neue GPUs – und ein klares Ziel
Kern der Meldung ist eine neue Beschaffungsvereinbarung mit Dell Technologies: IREN will mehr als 50.000 Nvidia Blackwell B300 GPUs erwerben. Damit würde die gesamte GPU-Flotte auf rund 150.000 Einheiten wachsen – ein Sprung, der die eigene Rechenleistung laut Unternehmen um etwa 50% erhöht.
Die Auslieferung und Inbetriebnahme ist gestaffelt für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Die Hardware soll in luftgekühlten Rechenzentren in Mackenzie (British Columbia) und Childress (Texas) zum Einsatz kommen. Das Auftragsvolumen beziffert IREN auf 3,5 Mrd. US-Dollar – und beschreibt den Schritt als wichtigen Baustein der Abkehr vom Bitcoin-Mining hin zu KI-Cloud-Infrastruktur.
Umsatz-„Run-Rate“ und die große Finanzierungslast
Sobald die neue GPU-Kapazität vollständig steht, rechnet IREN mit mehr als 3,7 Mrd. US-Dollar annualisiertem KI-Cloud-Umsatz. Um diese Skalierung zu stemmen, verweist das Unternehmen auf rund 9,3 Mrd. US-Dollar an gesichertem Funding in den vergangenen acht Monaten – unter anderem durch Kundenanzahlungen, Wandelanleihen sowie Leasing- und Finanzierungsmodelle. Allein für die neuen GPU-Deployments in H2 2026 stellt IREN zudem weitere rund 3,5 Mrd. US-Dollar an Investitionen in Aussicht.
Ein weiterer Punkt: IREN betont seine Stromstrategie. Demnach seien über 4,5 GW gesicherte Leistung verfügbar, während für das angepeilte KI-Geschäft 2026 nur rund 460 MW nötig sein sollen. Die Botschaft dahinter ist klar: Kapazität und Energiezugang sollen kein Nadelöhr werden.
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Doch genau hier liegt auch die entscheidende Frage für Anleger: Kann IREN die ambitionierte Ausbau-Story finanzieren, ohne die Aktionäre zu stark zu verwässern? Der aktuelle Kursrückgang zeigt, dass der Markt dieses Risiko sofort einpreist.
Warum die Aktie dennoch fällt
Parallel zur Wachstumsnachricht kündigte IREN eine mögliche „At-the-Market“-Aktienplatzierung von bis zu 6 Mrd. US-Dollar an. Solche Programme erhöhen das Angebot potenziell laufend am Markt – und das drückt häufig auf die Stimmung, weil Verwässerung droht.
Heute fällt die Aktie um 5,74% auf 35,47 Euro. Damit liegt der Kurs spürbar unter dem 50-Tage-Durchschnitt (39,57 Euro) – ein Signal, dass die Finanzierungssorgen kurzfristig stärker wirken als die Expansionsfantasie.
Operativ verweist IREN zugleich auf bereits eingetütete Großprojekte: In Q1 des Geschäftsjahres 2026 wurde ein KI-Cloud-Vertrag mit Microsoft über 9,7 Mrd. US-Dollar genannt, der 200 MW IT-Last am Standort Childress abdeckt und eine erwartete jährliche wiederkehrende Erlösbasis von 1,94 Mrd. US-Dollar bei rund 85% Projekt-EBITDA-Margen beinhaltet. Zusätzlich ist eine Kundenanzahlung von 20% Teil des Deals, was die Kapitalstruktur entlasten soll.
Zum Kalender: Nach der Aufnahme in den MSCI USA Index (wirksam nach Handelsschluss am 27. Februar 2026) dürfte der Fokus nun wieder stärker auf der Umsetzung liegen – konkret auf der Auslieferung und Inbetriebnahme der neuen GPU-Flotte in der zweiten Jahreshälfte 2026 sowie auf der Frage, wie kapitalintensiv der Wachstumspfad bis dahin tatsächlich ausfällt.
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