Hensoldt Aktie: Wachstumsbremse!
Hensoldt meldete Ende Februar einen Rekord-Auftragseingang von 4,7 Milliarden Euro – ein Plus von 62 Prozent. Doch die Prognose für 2026 enttäuscht: Der Rüstungskonzern kann die volle Nachfrage nicht in Umsatz verwandeln. Die Aktie verlor daraufhin über zehn Prozent auf Wochensicht.
Auftragsboom trifft auf Kapazitätsengpass
Mit 4.710 Millionen Euro Auftragseingang verzeichnete Hensoldt im Geschäftsjahr 2025 einen historischen Höchstwert. Der Auftragsbestand schwoll um ein Drittel auf 8.833 Millionen Euro an – angetrieben durch Großaufträge für Luftverteidigungsradare, das Eurofighter-Programm und die P8-Poseidon.
Der Umsatz stieg um knapp zehn Prozent auf 2.455 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA erreichte 452 Millionen Euro bei einer Marge von 18,4 Prozent. Allerdings verfehlte der Umsatz im Schlussquartal die Erwartungen um vier Prozent – vor allem das Segment Sensors blieb zurück.
Im Bereich Optronics verdoppelte sich der Auftragseingang dank Bestellungen für Luchs 2 und Leopard 2 auf 1.585 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 20 Prozent zu, das bereinigte EBITDA verbesserte sich um über 140 Prozent auf 58 Millionen Euro.
Prognose unter Konsens – Analystenskepsis wächst
Für 2026 peilt Hensoldt einen Umsatz von rund 2.750 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge von 18,5 bis 19 Prozent an. Der Mittelpunkt dieser Guidance liegt zwei Prozent unter dem Analystenkonsens. Das Unternehmen hält zwar an seiner Book-to-Bill-Prognose von 1,5x bis 2,0x fest, doch die zentrale Botschaft ist klar: Die Produktionskapazitäten können mit dem Bestellansturm nicht mithalten.
Jefferies beließ das Rating bei "Hold" mit einem Kursziel von 90 Euro und verwies auf die schwächere Prognose. Barclays bestätigte "Equal Weight" bei 97 Euro – der starke Auftragseingang gleiche das enttäuschende Quartal nur teilweise aus.
Was die Zahlen bedeuten
Der Kurs rutschte von seinem Oktober-Hoch bei 115,20 Euro deutlich ab. Die Aktie notiert aktuell bei 74,75 Euro – ein Minus von 35 Prozent zum 52-Wochen-Hoch. Der bereinigte Free Cashflow kletterte zwar auf 347 Millionen Euro, doch Anleger fokussieren sich auf die Frage, wann der prall gefüllte Auftragsbestand in entsprechende Erträge mündet.
CEO Oliver Dörre, dessen Vertrag bis Ende 2031 verlängert wurde, treibt die Strategie "North Star" voran – Fokus auf Skalierung, Software und Internationalisierung. Der Vorstand schlägt für 2025 eine um zehn Prozent erhöhte Dividende von 0,55 Euro je Aktie vor.
Am 26. März folgt der geprüfte Konzernabschluss, am 6. Mai die Q1-Zahlen für 2026. Entscheidend wird sein, ob Hensoldt konkrete Fortschritte beim Kapazitätsausbau vorweisen kann – nur dann dürfte die Aktie den Abstand zum Jahreshoch verringern.
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