Porsche AG Aktie: Misstöne überall?
Mit dem Amtsantritt von Dr. Michael Leiters als neuem CEO zum 1. Januar 2026 beginnt bei dem Stuttgarter Sportwagenbauer eine entscheidende Phase der Neuausrichtung. Nach einem operativ enttäuschenden Jahr 2025, das von massiven Restrukturierungskosten und Margendruck geprägt war, steht die Führungsmannschaft unter Zugzwang. Anleger hoffen nun, dass der Strategiewechsel hin zu einer längeren Laufzeit für Verbrennungsmotoren die Wende bringt.
Die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:
- Führungswechsel: Dr. Michael Leiters löst Oliver Blume an der Spitze ab.
- Belastung: Das Jahr 2025 hinterließ geschätzte 3,1 Milliarden Euro an Restrukturierungskosten.
- Kursentwicklung: Die Aktie notiert bei 47,01 Euro und verlor auf 12-Monats-Sicht rund 21 %.
- Ausblick: Goldman Sachs erwartet eine Margenerholung erst bis 2027.
Das Erbe des Jahres 2025
Die Ausgangslage für den neuen Chef ist anspruchsvoll. Das abgelaufene Geschäftsjahr markierte mit einer Automotive EBIT-Marge nahe der Gewinnschwelle (geschätzt 0,4 %) einen vorläufigen Tiefpunkt. Hohe Einmalkosten für den Konzernumbau drückten das Ergebnis massiv.
Diese operative Schwäche spiegelt sich im Aktienkurs wider. Mit einem aktuellen Abstand von über 25 % zum 52-Wochen-Hoch visualisiert der Chart das verlorene Vertrauen des Kapitalmarkts. Immerhin konnte sich der Titel zuletzt stabilisieren und notiert mit 47,01 Euro wieder leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 45,81 Euro.
Strategische Kehrtwende bei Antrieben
Die Antwort des Managements auf die schwächelnde Nachfrage nach Elektrofahrzeugen – insbesondere im wichtigen chinesischen Markt – ist eine Anpassung der Produktstrategie. Porsche kündigte bereits im September 2025 an, das Portfolio wieder stärker durch markendefinierende Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu ergänzen.
Diese Dual-Strategie soll die Brücke schlagen, bis die Elektromobilität wieder an Fahrt aufnimmt. Parallel dazu läuft die Produktoffensive weiter: Der im November präsentierte Cayenne Electric und das Motorsport-Engagement in der Formel E unterstreichen, dass die technologische Weiterentwicklung trotz der Renaissance des Verbrenners nicht stillsteht.
Analysten blicken auf 2027
Die US-Investmentbank Goldman Sachs dämpft jedoch allzu hohe kurzfristige Erwartungen. Mit einem Kursziel von 46 Euro und einer neutralen Haltung sehen die Experten den Weg zu alten Margen-Höhen als Marathon, nicht als Sprint. Eine Rückkehr zu zweistelligen Renditen wird erst für 2027 prognostiziert.
Als Treiber für diese mittelfristige Erholung gelten eine Normalisierung des Modellmix beim 911er sowie die Auslieferung hochmargiger Derivate wie dem GT3 und Turbo S, die zuletzt durch Lieferkettenprobleme verzögert wurden. Auch breitere Preiserhöhungen sollen helfen, die Profitabilität wiederherzustellen.
Blick auf die Zahlen im März
Ob der Boden tatsächlich gefunden ist, wird sich am 17. März 2026 zeigen. Dann präsentiert Porsche die detaillierten Zahlen und dürfte unter der neuen Leitung von Dr. Leiters einen konkreten Fahrplan für das laufende Geschäftsjahr vorlegen. Gelingt es dem Management, glaubhaft den Weg zurück zu einer Marge von bis zu 15 % aufzuzeigen, könnte das Sentiment für die Aktie drehen.
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