Porsche AG Aktie: Frühwarnung ignoriert?
Barclays stuft auf "Underweight" ab und senkt das Kursziel auf 40 Euro – Jefferies hebt dagegen auf 45 Euro an. Beide Investmentbanken veröffentlichen ihre Updates am selben Tag, ziehen aber gegensätzliche Schlüsse aus der gleichen Datenlage. Die zentrale Frage: Ist die Bewertung trotz der Krise 2025 noch zu hoch, oder sind die Probleme bereits eingepreist?
Die wichtigsten Fakten:
- Barclays senkt Rating von "Equalweight" auf "Underweight", Kursziel von 42,50 auf 40 Euro
- Jefferies bestätigt "Neutral", erhöht Kursziel von 40 auf 45 Euro
- Aktueller Kurs: 47,95 Euro (Freitag, 9. Januar 2026)
- Operative Umsatzrendite brach 2025 von 14,1% auf 0,2% ein
- Neuer CEO Dr. Michael Leiters seit 1. Januar 2026 im Amt
Barclays zweifelt an Margen-Zielen
Analyst Henning Cosman begründet die Herabstufung mit zwei Hauptargumenten: Die Aktie handelt mit einem KGV von über 20 für 2026 – deutlich teurer als BMW oder Mercedes-Benz, obwohl alle drei Hersteller mittelfristig ähnliche Margen von rund 10% anstreben. Zudem fehlen die Produktimpulse: Ein neuer Mittelklasse-SUV kommt frühestens 2027/28, ein Prestige-SUV sogar erst 2028/29.
Die Analysten sehen die neue Zielmarge von 10-15% erst nach 2028 erreichbar. Als Belastungen nennen sie US-Zölle, Lieferanten-Kompensationen, die Schwäche in China, Luxussteuer-Problematiken und nachlassende BEV-Nachfrage. Besonders kritisch: Der ICE-Macan soll 2027 auslaufen – analog zum 718-Auslauf 2026.
Jefferies sieht Aufholpotenzial
Die US-Bank Jefferies zeigt sich konstruktiver und hebt das Kursziel um 12,5% auf 45 Euro an. Die neutrale Einschätzung bleibt zwar bestehen, doch die Anpassung signalisiert mehr Vertrauen in die Erholung ab 2026. CFO Dr. Jochen Breckner hatte 2025 bereits als "Talsohle" bezeichnet und eine spürbare Verbesserung ab diesem Jahr in Aussicht gestellt.
Strategische Neuausrichtung kostet Milliarden
Die Sonderbelastungen von bis zu 3,1 Milliarden Euro aus der im September 2025 angekündigten Produktstrategie-Neuausrichtung belasten die Bilanz massiv. Der Konzernumsatz sank in den ersten neun Monaten 2025 von 28,56 auf 26,86 Milliarden Euro, das operative Ergebnis brach von 4,04 Milliarden auf nur noch 40 Millionen Euro ein.
Der neue CEO Dr. Michael Leiters, der seit Jahresbeginn Oliver Blume ablöst, soll die Balance zwischen Elektrifizierung und Verbrennern neu justieren. Der erfahrene Ingenieur mit Stationen bei McLaren und Ferrari übernimmt in einer kritischen Phase.
Am 20. Januar folgt der Pre-Close Call für 2025, am 11. März der Jahresfinanzbericht. Die 18 Analysten im Konsens erwarten für 2026 einen Gewinn je Aktie von 2,39 Euro – nach nur 0,51 Euro im Krisenjahr 2025.
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