Der Sportwagenbauer aus Stuttgart erlebt die schwärzeste Börsenwoche seit dem IPO 2022. Fast 10 Prozent Kursverlust in nur fünf Handelstagen – dahinter stecken katastrophale China-Zahlen, massive Produktlücken und eine Analysten-Revolte. Seit dem Börsengang hat sich der Wert nahezu halbiert.

Die Faktenlage:
- Weltweite Auslieferungen 2025: -10% auf 279.449 Fahrzeuge
- China-Einbruch: -26% auf nur noch 41.938 Einheiten
- Barclays, BofA und UBS stufen reihenweise ab
- Kursziele liegen zwischen 39 und 42 Euro
- Neuer CEO übernimmt in schwierigster Phase seit Jahren

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China-Desaster trifft Kerngeschäft

Der Einbruch im Reich der Mitte offenbart ein strategisches Versäumnis. Porsche setzte beim Macan voll auf Elektro – genau in dem Moment, als der chinesische Luxusmarkt eine Vollbremsung einlegte. Die Entscheidung, den Bestseller ausschließlich als BEV anzubieten, kostete Marktanteile an flexiblere Wettbewerber mit Hybrid-Optionen.

Das Timing könnte kaum schlechter sein: Mit dem Produktionsende des Verbrenner-Macan und des 718 entstehen Angebotslücken. Neue Modelle – ein ICE/PHEV-SUV der Mittelklasse und ein Prestige-SUV – werden erst 2027/28 beziehungsweise 2028/29 erwartet. Zwei bis drei Jahre ohne wichtige Produktlinien in einem brutalen Wettbewerbsumfeld.

Einzig der 911 glänzt mit Rekordauslieferungen von 51.583 Einheiten. Der Taycan hingegen brach um 22 Prozent ein – ein weiteres Indiz für die geschwächte E-Mobilität in mehreren Märkten.

Analysten sehen keine Trendwende

Die jüngste Abstufungswelle hat System. Barclays begründet das "Underweight"-Rating mit einer zu hohen Bewertung: Ein KGV von über 20x für 2026 stehe in keinem Verhältnis zu BMW oder Mercedes-Benz, die bei vergleichbaren Margenzielen deutlich günstiger zu haben sind. Kursziel: 40 Euro.

Bank of America bleibt bei "Sell" und 39 Euro. UBS senkt auf 42 Euro. Die Konsens-Botschaft: Selbst das neue Margenziel von 10-15 Prozent (statt zuvor 17-19 Prozent) dürfte frühestens 2028 erreichbar sein.

Belastungsfaktoren bleiben US-Importzölle von 15 Prozent, schwächere BEV-Nachfrage und höhere Kosten für die parallele Produktion von Verbrenner- und Elektromodellen. CFO Jochen Breckner präsentierte bei einem Investment-Seminar in New York einen noch konservativeren Ausblick. Analysten von Oddo BHF sprechen von einem "Übergangsjahr" inmitten einer "großen Restrukturierung".

Neuer CEO unter Druck

Michael Leiters hat Anfang Januar das Ruder übernommen. Der frühere Ferrari- und McLaren-Manager beendet die umstrittene Doppelfunktion von Oliver Blume als CEO beider Marken. Die Erwartungen sind hoch: Investoren fordern schnell sichtbare Verbesserungen beim Free Cash Flow.

Am 20. Januar steht der Pre-Close Call für das Geschäftsjahr 2025 an. Der vollständige Jahresfinanzbericht folgt am 11. März 2026. Bis dahin dürfte die Aktie weiter unter Druck bleiben – der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 63 Euro beträgt mittlerweile über 30 Prozent.

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