Vulcan Energy Aktie: Neubewertung
Vulcan Energy liefert gerade das, worauf viele Projekte jahrelang warten: greifbare Fortschritte von der Planung zur Umsetzung. Genau das hat Analysten offenbar überzeugt – ihre Kursziele wurden zuletzt deutlich nach oben geschraubt. Doch der Markt bleibt trotzdem vorsichtig: Jetzt zählt weniger die Vision, sondern die saubere Ausführung.
Analysten drehen Kursziele hoch
Zum 25. Februar 2026 wurde das durchschnittliche Einjahres-Kursziel für Vulcan Energy auf 6,10 US-Dollar angehoben. Das ist ein Plus von gut 62% gegenüber der vorherigen Schätzung von 3,76 US-Dollar (Stand: 20. Dezember 2025). Die Einzelziele reichen dabei von 3,00 bis 8,36 US-Dollar.
Hinter der Neubewertung steckt vor allem ein Faktor: Das Risiko-Profil des Projekts hat sich in kurzer Zeit spürbar verändert – weil aus dem „Developer“ zunehmend ein „Builder“ wird.
Lionheart: Vom Plan zur Baustelle
Im Dezember 2025 fiel die Final Investment Decision (FID) für das Lionheart-Projekt im Oberrheingraben. Entscheidend war das gesicherte Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro. Damit ist der Schritt von der Konzeptphase in die aktive Bau- und Umsetzungsphase vollzogen.
Zum Finanzierungskonsortium gehören 13 Banken, darunter die Europäische Investitionsbank, der KfW Commodity Fund, Siemens Financial Services und HOCHTIEF. Außerdem meldete das Unternehmen zum Ende des Dezember-Quartals eine Cash-Position von 523 Millionen Euro, gestützt durch über 508 Millionen Euro Nettozuflüsse aus Kapitalmaßnahmen.
Zusätzlichen Rückenwind liefert ein Abnahmevertrag: Mit Glencore wurde ein Offtake-Deal über bis zu 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid über acht Jahre finalisiert.
Bohrungen, Tests – und der Blick nach Bolivien
Operativ meldete Vulcan den Start neuer geothermischer Bohraktivitäten in Landau. Noch wichtiger für die Produktionsstory: Tests am LSC-1b Sidetrack-Well zeigten anhaltende Förderraten von 105 bis 125 Litern Thermalsole pro Sekunde. Das liegt über den zuvor im Feldentwicklungsplan modellierten 84 bis 94 Litern pro Sekunde – ein technisches Signal, das die Produktionsannahmen untermauert.
Bestätigt ist weiterhin ein Ziel von rund 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat pro Jahr. Dazu kommen Pläne für etwa 275 GWh erneuerbaren Strom und bis zu 560 GWh erneuerbare Wärme jährlich. Der Start der kommerziellen Lithiumproduktion bleibt auf 2028 terminiert.
Parallel öffnet sich eine zweite Tür: Die Technologie soll auch international skalieren. In Bolivien wurde eine Vereinbarung angekündigt, um industrielle Lithiumanlagen auf Basis von Vulcans Extraktionsmethode zu prüfen – nach erfolgreichen Tests mit Soleproben aus mehreren Salzseen. Das deutet darauf hin, dass das Verfahren über Europa hinaus auf Interesse stößt.
Aktie: Risiko verschiebt sich, Fokus auch
Trotz der Meilensteine stand die Aktie zuletzt unter Druck. Am Freitag schloss sie bei 2,32 Euro (Tag: -4,37%). Marktbeobachter führen das im Quelltext vor allem auf einen Perspektivwechsel zurück: Nach der Finanzierungseuphorie rücken Kostenkontrolle, Baufortschritt und Zeitplan in den Vordergrund – also klassisches Umsetzungsrisiko.
Hinzu kommt: Das Management deutete an, dass zusätzliches Kapital nötig sein wird, um die volle Produktionskapazität zu erreichen. Das kann – je nach Ausgestaltung – auf Verwässerung oder Teilverkäufe von Assets hinauslaufen.
Ein weiteres Signal aus dem Aktionariat: Van Eck meldete Ende Januar einen Stimmrechtsanteil von 5,04% (zuvor 3,92%). Gleichzeitig ist die Zahl der institutionellen Investoren mit Positionen laut Quelle im Quartal auf 26 gesunken (minus 10). Das passt ins Bild: Einige erhöhen gezielt, andere ziehen sich zurück – der Markt sortiert sich neu.
Der nächste konkrete Prüfstein ist bereits terminiert: Am 24. März 2026 steht der nächste Ergebnisbericht an, danach folgt laut Quelle ein weiterer Quartalsbericht gegen Ende April 2026 – und damit frische Daten, ob die Baustelle in Landau auch operativ im Plan liegt.
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