European Lithium Aktie: Weichen gestellt
European Lithium startet mit gleich mehreren Baustellen ins neue Jahr: In Österreich gibt es mehr Planungssicherheit für das Wolfsberg-Projekt, gleichzeitig erweitert das Unternehmen sein Profil mit einem Zukauf im Titan-Bereich. Und dank umfangreicher Aktienverkäufe bei Critical Metals Corp. hat sich die Liquidität deutlich verbessert. Doch wie belastbar ist der Zeitplan für Wolfsberg bis Ende 2026?
Wolfsberg: Lizenz verlängert, aber mit Auflagen
Anfang Februar hat die österreichische Regierung die Bergbaulizenz für das Lithiumvorkommen Wolfsberg um zwei Jahre verlängert. Die Entscheidung wurde am 2. Februar bestätigt. Damit ist die Genehmigung nun bis Ende 2027 gültig.
Die Verlängerung kommt allerdings nicht automatisch und ist an Bedingungen geknüpft: Bis Ende 2026 muss Critical Metals Corp. messbare Fortschritte in der Projektentwicklung nachweisen, sonst steht der Fortbestand der Lizenz auf dem Spiel.
Parallel bleibt das Genehmigungsumfeld schwierig. Ein früherer Umweltbescheid wurde nach Einwänden von NGOs und lokalen Gruppen vom österreichischen Bundesverwaltungsgericht zur erneuten Prüfung zurückverwiesen. Das Management prüft die Entscheidung und erwägt rechtliche Schritte. Eine finale Investitionsentscheidung für Wolfsberg peilt European Lithium weiterhin bis Ende 2026 an – ausdrücklich abhängig von passenden Marktbedingungen und verfügbaren Finanzierungsmöglichkeiten.
Titan als zweites Standbein
Ende Januar kündigte European Lithium die vollständige Übernahme des US-Titanproduzenten Velta Holding an. Die Transaktion ist als reiner Aktiendeal strukturiert; die Vereinbarung wurde am 27. Januar bestätigt.
Mit Velta kommen Ilmenit- und Titanerz-Förderung sowie Aufbereitungsanlagen in der Zentralukraine ins Portfolio. Die Materialien dienen als Vorprodukte für mehrere Hightech-Sektoren, unter anderem Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Energie und fortschrittliche Fertigung.
Strategisch relevant: Velta gilt im Rahmen des US-Ukraine-Abkommens zu mineralischen Rohstoffen als Prioritätsprojekt. Trotz des Kriegs hat Velta den Betrieb aufrechterhalten und Exportmärkte weiter beliefert. Erweiterungen und zusätzliche Investitionen an den ukrainischen Standorten will European Lithium jedoch von der Sicherheitslage abhängig machen.
Kasse gefüllt – und Tanbreez rückt in den Mittelpunkt
Die Bilanz hat sich vor allem durch Verkäufe von Anteilen an Critical Metals Corp. verschoben. Bis Ende Januar stieg die Cash-Position auf rund 314 Mio. AUD. Im Dezemberquartal 2025 verkaufte European Lithium 9,88 Mio. CRML-Aktien und erzielte brutto 121 Mio. USD (184,6 Mio. AUD). Danach folgte ein weiterer Verkauf von 5 Mio. CRML-Stammaktien, der etwa 124 Mio. AUD einbrachte. Damit kletterten die Cash-Reserven auf 322 Mio. AUD.
Trotz der Verkäufe bleibt die Beteiligung groß: European Lithium hält weiterhin 48.036.338 CRML-Stammaktien. Nach dem Verkauf vom 20. Januar lag der Wert dieses Pakets – basierend auf dem Schlusskurs dieses Tages – bei etwa 824,8 Mio. USD (rund 1,23 Mrd. AUD).
Über diese Beteiligung ist auch das Tanbreez-Seltene-Erden-Projekt in Grönland ein zentraler Treiber der Story. Der Bau der Pilotanlage hat offiziell begonnen. Wenn die vertraglichen Meilensteine erreicht werden, soll die Pilotanlage spätestens im Mai in Betrieb gehen. Für das Gesamtprojekt sieht der Fahrplan einen Start der Tagebauproduktion 2027 und erste Lieferungen Mitte 2028 vor. Die Investitionen für die Grönland-Operationen werden auf rund 500 Mio. USD geschätzt; nachgelagerte Verarbeitungsanlagen sollen mehr als 1 Mrd. USD kosten.
Zum Marktumfeld: Batterie-Lithiumcarbonat lag in China zuletzt bei etwa 23.000 bis 24.000 USD je Tonne – mehr als 40% über dem Vormonat und über 100% über dem Vorjahresniveau. Spodumen-Konzentrat erholte sich parallel auf 2.000 bis 2.168 USD je Tonne. Eine Reuters-Analyse von Anfang Januar erwartet zudem, dass die Lithium-Nachfrage für Energiespeichersysteme 2026 um 55% steigt, getrieben durch den Ausbau von Battery Energy Storage Systems (BESS).
Zum 25. Februar notierte die Aktie bei 0,245 AUD; die Marktkapitalisierung lag einen Tag zuvor bei 336 Mio. AUD. Die nächste Ergebnisveröffentlichung ist für den 19. März terminiert. Entscheidend in den kommenden Monaten werden vor allem drei Termine: die Inbetriebnahme der Tanbreez-Pilotanlage bis spätestens Mai, Fortschritte bei Wolfsberg zur Erfüllung der Auflagen bis Jahresende – und die angepeilte finale Investitionsentscheidung für Wolfsberg bis Ende 2026, sofern Markt und Finanzierung mitspielen.
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