Barclays drückt auf die Bremse, Jefferies wird vorsichtiger optimistisch – und der Chart sendet gleichzeitig ein klassisches Kaufsignal. Die Porsche AG steht zwischen widersprüchlichen Signalen, die kaum unterschiedlicher sein könnten.

Die britische Investmentbank Barclays verschärft am heutigen Samstag den Ton und stuft den Stuttgarter Sportwagenbauer von "Equal Weight" auf "Underweight" ab. Das Kursziel sinkt von 42,50 auf 40 Euro. Der Grund: anhaltende Risiken durch Zollpolitik, verschärfte Emissionsvorschriften und eine schwache Nachfrage in China. Damit sehen die Analysten ein Abwärtspotenzial von etwa 15 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss von 47,17 Euro.

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Jefferies hebt an – bleibt aber skeptisch

Jefferies schlägt einen etwas versöhnlicheren Ton an. Das Analysehaus erhöht sein Kursziel von 40 auf 45 Euro, belässt die Einstufung aber bei "Hold". Auch damit liegt das Kursziel unterhalb des aktuellen Kurses.

Die Bewertungslage im Überblick:

  • Barclays: Underweight, Kursziel 40 Euro (-15% zum aktuellen Kurs)
  • Jefferies: Hold, Kursziel 45 Euro (-5% zum aktuellen Kurs)
  • JPMorgan: Overweight, Kursziel 58 Euro (+23% zum aktuellen Kurs, Stand: 05.01.26)

Golden Cross gegen fundamentale Bedenken

Während die Analysten zur Vorsicht mahnen, hat die Aktie charttechnisch zuletzt ein sogenanntes Golden Cross ausgebildet – eine Formation, die oft als mittelfristiges Kaufsignal interpretiert wird. Die 50-Tage-Linie hat die 200-Tage-Linie nach oben gekreuzt, was technisch orientierte Investoren als positives Momentum werten.

Dieser Widerspruch zwischen technischem Optimismus und fundamentaler Skepsis dürfte die kommenden Handelstage prägen. Entweder setzt sich das Trendfolgesignal durch, oder die makroökonomischen Gegenwinde – allen voran China und Regulierung – drücken den Kurs zurück in Richtung der pessimistischeren Analystenziele.

Neuer CEO, neues Glück?

Seit Jahresbeginn 2026 führt Michael Leiters als neuer CEO den Konzern. Von ihm erwartet der Markt klare Impulse, wie Porsche die Balance zwischen Elektrifizierung, Margenerhalt und der Positionierung im schwierigen chinesischen Markt meistern will.

Emotional aufgeladen wird das Wochenende durch den Formel-E-Saisonstart in Mexiko-Stadt. Porsche startet ins 75. Jubiläumsjahr seiner Motorsportgeschichte, überschattet allerdings vom Tod der Rennlegende Hans Herrmann, der am 9. Januar im Alter von 97 Jahren verstarb.

Die kommende Handelswoche wird zeigen, ob die charttechnische Unterstützung trägt oder die fundamentalen Bedenken die Oberhand gewinnen. Die Meinungen der Analysten könnten kaum weiter auseinanderliegen – was die Aktie zu einem Spielball zwischen Optimisten und Skeptikern macht.

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