Brenntag Aktie: Dividende gekürzt
Brenntag enttäuscht die Anleger mit den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Neben einem operativen Ergebnis unterhalb der eigenen Prognose sorgt vor allem die geplante Kürzung der Dividende für Ernüchterung am Markt. Kann der Chemikalienhändler im laufenden Jahr die Wende einleiten oder hält die operative Durststrecke vorerst an?
Enttäuschendes Schlussquartal belastet
Das abgelaufene Jahr war für den Konzern von einem schwierigen Marktumfeld geprägt. Der Umsatz sank um 3,7 % auf 15,2 Milliarden Euro. Besonders deutlich zeigte sich die Schwäche beim operativen EBITA, das mit 929 Millionen Euro sogar leicht unter das untere Ende der ursprünglich ausgegebenen Prognosespanne fiel.
Vor allem das vierte Quartal 2025 blieb hinter den Erwartungen zurück. Mit einem operativen EBITA von 175 Millionen Euro verfehlte das Unternehmen den Analystenkonsens von 203 Millionen Euro deutlich. Als Hauptursachen nennt das Management einen anhaltenden Preisdruck in der Chemiedistribution sowie eine insgesamt schwache industrielle Nachfrage.
Sonderbelastungen drücken das Ergebnis
Trotz eines stabilen freien Cashflows von 941 Millionen Euro plant Brenntag, die Dividende von 2,10 Euro auf 1,90 Euro pro Aktie zu senken. Grund für diese Entscheidung sind primär nicht zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von 248 Millionen Euro. Diese Sondereffekte drückten das berichtete Ergebnis je Aktie auf 1,83 Euro, nachdem im Vorjahr noch 3,71 Euro erzielt wurden. Ohne diese Einmaleffekte hätte der Gewinn pro Aktie bei 3,55 Euro gelegen.
An der Börse spiegelt sich die Skepsis der Anleger deutlich wider. Die Aktie notiert aktuell bei 47,15 Euro und damit nur noch hauchdünn über ihrem 52-Wochen-Tief von 46,15 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von rund 29 % zu Buche.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Für das laufende Jahr gibt sich das Unternehmen vorsichtig. Das operative EBITDA wird in einer Spanne von 1,15 bis 1,35 Milliarden Euro erwartet. Diese Prognose klammert potenzielle geopolitische Risiken, insbesondere im Nahen Osten, derzeit noch aus, da deren Auswirkungen laut Unternehmen noch nicht verlässlich abschätzbar sind.
Weitere Details zur Performance der einzelnen Sparten wird der vollständige Geschäftsbericht am 12. März 2026 liefern. Für die Aktie wird entscheidend sein, ob die psychologisch wichtige Marke am Jahrestief verteidigt werden kann oder ob die schwache Prognose für weiteren Verkaufsdruck sorgt.
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