Die Deutsche Telekom schließt als erster europäischer Mobilfunkanbieter eine Partnerschaft mit SpaceX' Starlink – und bringt damit satellitengestützte Mobilfunkversorgung in zehn Länder. Der am 2. März auf dem Mobile World Congress in Barcelona verkündete Deal markiert einen technologischen Sprung: Ab 2028 sollen Smartphones ohne zusätzliche Hardware direkt mit Starlinks Satelliten der zweiten Generation kommunizieren können. Parallel übertraf der Konzern seine eigenen Finanzziele für 2025 und hebt die Dividende um elf Prozent an.

Satellit statt Funkmast: Europas erste V2-Kooperation

Die Partnerschaft mit Starlink adressiert ein klassisches Problem der Mobilfunkbranche: Funklöcher in Gebieten, wo der terrestrische Netzausbau an Grenzen stößt – sei es durch Naturschutzauflagen oder schwierige Topografie. Künftige Smartphones wechseln automatisch auf das Satellitennetz, sobald das terrestrische Signal abbricht. Direct-to-Device (D2D) nennt sich die Technologie, die auf Starlinks neu erworbenes MSS-Spektrum setzt.

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Die Telekom nutzt damit ihre bestehende Infrastruktur als Ausgangsbasis: In Deutschland erreicht das 5G-Netz bereits knapp 90 Prozent der Fläche, LTE mehr als 92 Prozent. Die Satelliten-Ebene ergänzt diese Abdeckung und erhöht zugleich die Robustheit bei Infrastrukturausfällen oder Naturkatastrophen.

Zahlen 2025: T-Mobile US als Wachstumsmotor

Der Konzernumsatz kletterte 2025 auf 119,1 Milliarden Euro – organisch ein Plus von 4,2 Prozent. Das bereinigte EBITDA stieg auf 44,2 Milliarden Euro. Treiber bleibt die US-Tochter T-Mobile: Die Service-Umsätze legten um 7,8 Prozent auf 71,3 Milliarden Dollar zu, dazu kamen 7,8 Millionen neue Postpaid-Verträge. Im Februar erhöhte die Telekom ihren Anteil an T-Mobile US auf 52,8 Prozent – künftig fließen die Cashflows aus Übersee stärker zurück nach Bonn.

In Deutschland zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Gesamtumsatz sank leicht auf 25,6 Milliarden Euro, vor allem durch geringere Smartphone-Verkäufe. Der Service-Umsatz wächst organisch um 1,1 Prozent, das operative Ergebnis steigt um 1,7 Prozent. Beim Glasfaserausbau meldet der Konzern 2,5 Millionen neue Anschlüsse – insgesamt sind nun 12,6 Millionen Haushalte erreichbar. Bis 2030 sollen es mindestens 25 Millionen werden.

Zwei Milliarden Euro für Aktienrückkäufe

Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor – elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausschüttung erfolgt aus dem steuerlichen Einlagekonto, sodass für inländische Anleger in der Regel keine Kapitalertragsteuer anfällt. Zahltag ist voraussichtlich der 8. April. Zusätzlich plant der Konzern 2026 Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro. Allein in der letzten Februarwoche erwarb die Telekom 1,14 Millionen eigene Aktien.

Ausblick 2026: KI-natives Netz und ehrgeizige Ziele

Die Guidance für das laufende Jahr zeigt Zuversicht: Das bereinigte EBITDA soll auf rund 47,4 Milliarden Euro steigen, der Free Cash Flow auf etwa 19,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie wird bei rund 2,20 Euro erwartet – währungsbereinigt ein Anstieg von zehn Prozent.

Neben Starlink präsentierte die Telekom auf dem MWC eine erweiterte Kooperation mit Nokia. Ziel ist die Entwicklung cloudbasierter, disaggregierter und KI-nativer Funktechnologien. Parallel stellte der Konzern den Magenta AI Call Assistant vor – eine KI-Funktion, die während Telefonaten ohne separate App funktioniert. Datenschutzregelung: Der Assistent arbeitet nur bei expliziter Kundenaktivierung.

Die Hauptversammlung findet am 1. April statt, die Quartalszahlen für Q1 folgen am 13. Mai.

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