Bei Plug Power dürfte es am Montag schnell zur Sache gehen. Denn das Unternehmen legt erstmals seit einer Reihe heikler Nachrichten Ende 2025 wieder umfassend Rechenschaft ab. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Ergebnisse – sondern auch die Frage, wie es nach dem Stopp eines wichtigen staatlichen Kreditprogramms strategisch weitergeht.

Termin steht – und der Druck steigt

Plug Power hat die Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 für den 2. März 2026 angesetzt. Die Daten kommen nach US-Börsenschluss, anschließend folgt eine Telefonkonferenz um 16:30 Uhr US-Ostküstenzeit.

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Für Anleger ist es mehr als ein routinemäßiger Berichtstermin: Es ist das erste große Update, seit Plug Power Ende 2025 mit mehreren Belastungsfaktoren gleichzeitig konfrontiert war – darunter Führungsabgänge und der Strategiewechsel rund um staatlich finanzierte Projekte.

DOE-Kredit: Aussetzung mit Folgen

Besonders genau dürfte der Markt auf Aussagen zur 1,66 Milliarden US-Dollar schweren Kreditgarantie des US-Energieministeriums (DOE) schauen. Plug Power hatte im November 2025 mitgeteilt, die Aktivitäten im Rahmen dieses DOE-Programms ausgesetzt zu haben.

Später folgten Berichte, wonach diese Aussetzung sowohl den Kredit als auch den geplanten Bau von sechs Wasserstoffanlagen gefährden könnte. Entsprechend wichtig wird sein, ob das Management am 2. März konkrete Einblicke liefert, wie die Projektpipeline ohne diese Finanzierungsbasis aussehen soll.

Sammelklage: Vorwürfe und Frist

Zusätzliche Brisanz bringt eine Sammelklage (Securities Class Action). In der Klage wird Plug Power vorgeworfen, Investoren über die Wahrscheinlichkeit des DOE-Geldzuflusses und die Fähigkeit zum Bau der nötigen Anlagen in die Irre geführt zu haben.

Mehrere Kanzleien erinnerten gestern (23. Februar 2026) an eine zentrale Frist: Bis zum 3. April 2026 können Anleger eine Rolle als „Lead Plaintiff“ beantragen. Die Klageschrift verweist dabei auch auf Kursrückgänge im Umfeld von Führungsabgängen im Oktober 2025 sowie der November-Mitteilung zur Aussetzung des Kreditprogramms.

Worauf Anleger jetzt achten

Neben den reinen Ergebnissen wird es am Montag vor allem um die Einordnung gehen: Plug Power dürfte erklären müssen, wie Kapitalstruktur, Projektpipeline und der Weg zur Profitabilität nach dem Rückzug aus den DOE-finanzierten Vorhaben konkret aussehen.

An der Börse bleibt der Titel derweil angeschlagen: Der Schlusskurs lag gestern bei 1,56 Euro, auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 18,97%. Am 2. März liefert Plug Power nun die Zahlen – und damit auch die erste Gelegenheit seit Monaten, die eigene Strategie nach den Turbulenzen mit belastbaren Details zu untermauern.

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