Pfizer Aktie: Erfolg trifft Skepsis
Ein bedeutender Sieg im Labor, Gegenwind an der Börse: Pfizer sichert sich die volle FDA-Zulassung für eine vielversprechende Krebstherapie. Doch die Euphorie bleibt aus, denn eine neue Analystenstudie rückt das drohende "Patent-Loch" in den Fokus. Während die Forschung liefert, wachsen die Sorgen um die langfristige Ertragskraft des Pharmariesen.
Medizinischer Durchbruch bestätigt
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am Dienstag die volle Zulassung für die Kombinationstherapie mit dem Wirkstoff BRAFTOVI erteilt. Eingesetzt wird das Medikament zusammen mit Cetuximab und Chemotherapie zur Erstbehandlung von Erwachsenen mit einer spezifischen Form von metastasiertem Darmkrebs.
Die Entscheidung basiert auf überzeugenden Daten der Phase-3-Studie "BREAKWATER". Hier zeigte sich der klinische Nutzen deutlich: Die mittlere Überlebenszeit der Patienten in der Kombinationsgruppe lag bei 30,3 Monaten – im Vergleich zu 15,1 Monaten in der Kontrollgruppe eine Verdopplung. Auch das Fortschreiten der Krankheit konnte signifikant hinausgezögert werden. Für Pfizer ist dies ein wichtiger Beleg für die Stärke der eigenen Forschungspipeline.
Analysten warnen vor der "Patentklippe"
Trotz der positiven Nachrichten von der Zulassungsbehörde überwiegt an der Wall Street die Skepsis bezüglich der Konzernstruktur. RBC Capital nahm die Bewertung der Aktie am gestrigen Dienstag mit einem "Underperform"-Rating auf und dämpfte damit die Stimmung. Analyst Trung Huynh verweist auf massive strukturelle Herausforderungen in den kommenden Jahren.
Der Kern des Problems sind auslaufende Patente. Laut der Analyse droht Pfizer bis zum Jahr 2030 ein Umsatzschwund von 15 bis 20 Milliarden US-Dollar, da der Schutz für wichtige Umsatzbringer wegfällt. Die Experten rechnen für den Zeitraum von 2025 bis 2030 mit einer negativen jährlichen Wachstumsrate von fünf Prozent.
Prognose spiegelt Herausforderungen wider
Auch die Unternehmensführung bereitet Anleger auf eine Phase der Stagnation vor. Nachdem Pfizer im Geschäftsjahr 2025 noch 62,6 Milliarden US-Dollar umsetzte, liegt die Prognose für 2026 lediglich zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar. Allein im laufenden Jahr rechnet das Management mit Einbußen von rund 1,5 Milliarden US-Dollar durch Patentabläufe.
Die entscheidende Hürde für Pfizer bleibt damit bestehen: Der Konzern muss beweisen, dass neue Erfolge wie BRAFTOVI oder der RSV-Impfstoff Abrysvo die entstehenden Umsatzlücken schnell genug schließen können. Solange die langfristigen Wachstumsprognosen negativ bleiben, dürfte die attraktive Dividendenrendite von derzeit rund 6,3 Prozent das Hauptargument für investierte Anleger sein.
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