Petrobras verfolgt gleich auf mehreren Feldern eine expansive Agenda. Das brasilianische Staatsunternehmen treibt seinen Wandel hin zu erneuerbaren Energien voran und sichert sich gleichzeitig neue Reserven im Kerngeschäft — ein Balanceakt, der Investoren zunehmend überzeugt.

Südamerikas erstes Offshore-Windprojekt nimmt Form an

Für das 18-MW-Pilotprojekt vor der Küste von Rio de Janeiro hat Petrobras das niederländische Unternehmen Fugro mit geotechnischen Untersuchungen beauftragt. Fugro reichte ein Angebot über 23 Millionen Dollar ein, um Bodenproben zu entnehmen und Labortests durchzuführen. Die Feldarbeiten sollen ab April 2026 laufen und bis zum dritten Quartal abgeschlossen sein.

Das Projekt ist das erste Offshore-Windvorhaben in Südamerika, das ein formales Umweltgenehmigungsverfahren durchläuft. Die gewonnenen Daten sollen als technische Grundlage für künftige kommerzielle Windparks in der Region dienen.

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Milliarden für Unterwasserinfrastruktur

Parallel dazu hat Petrobras Ende März acht Verträge mit Belov Engenharia unterzeichnet. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 2,7 Milliarden Reais — umgerechnet etwa 514 Millionen Dollar. Die Vereinbarungen umfassen den Betrieb von Tauchsupportschiffen und ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen und treten zwischen der zweiten Jahreshälfte 2026 und 2027 in Kraft.

Hinzu kommt eine Ölentdeckung im Marlim-South-Feld im Campos-Becken: Petrobras bestätigte Ende März die Erschließung von Öl „ausgezeichneter Qualität" in der Vorsalzschicht bei einer Wassertiefe von 1.178 Metern. Das Becken produzierte im Januar 2026 bereits 823.500 Barrel Öläquivalent pro Tag.

Analysten sehen Luft nach oben

HSBC hob das Kursziel Mitte März auf 20 Dollar an und verwies auf robustes Produktionswachstum sowie günstige Finanzkennzahlen für lateinamerikanische Energieunternehmen. Im vierten Quartal 2025 erzielte Petrobras einen Gewinn von 2,9 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 23,6 Milliarden Dollar. Der Konsens anderer Analysten liegt mit einem durchschnittlichen Kursziel von 16,20 Dollar deutlich darunter — sie vergeben mehrheitlich ein „Hold"-Rating.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 58 Prozent zugelegt und markierte gestern ein neues 52-Wochen-Hoch. Am 16. April findet die Hauptversammlung statt, auf der Entscheidungen zur Kapitalallokation für das laufende Geschäftsjahr getroffen werden.

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