Petrobras Aktie: Kehrtwende!
Der brasilianische Ölriese Petrobras reagiert auf den Preisverfall bei Rohöl – und zwar radikal. Während Brent auf 62 Dollar abstürzt, krempelt der Konzern seine gesamte Strategie um. Milliardenprojekte werden auf Eis gelegt, Schulden abgebaut, die Dividende aber bleibt. Kann dieser Sparkurs die Aktie retten? Oder kommt die Wende zu spät?
Sparplan statt Expansion: 109 Milliarden müssen reichen
Gestern präsentierte Petrobras den neuen Businessplan für 2026 bis 2030 – und der hat es in sich. Statt der ursprünglich geplanten 111 Milliarden Dollar sollen nun nur noch 109 Milliarden Dollar investiert werden. Klingt nach wenig Unterschied? Ist es auch. Doch die wahre Brisanz steckt in den Details: Drei Großprojekte – Albacora, Barracuda/Caratinga und Marlim Sul/Leste – werden komplett verschoben. Starttermin: frühestens nach 2031.
Das ist mehr als eine Verzögerung. Es ist ein klares Signal: Bei einem Ölpreis um die 62 Dollar lohnen sich die Mega-Investitionen schlicht nicht mehr. Stattdessen konzentriert sich Petrobras auf das, was sich rechnet: die ertragreichen Pre-Salt-Felder vor der brasilianischen Küste. Allein 69,2 Milliarden Dollar fließen in Exploration und Produktion – 62 Prozent davon direkt in die lukrativen Tiefseegebiete.
Immerhin eine gute Nachricht gibt es: Das SEAP II-Projekt bleibt im Zeitplan und soll 2030 starten. Damit sichert sich Petrobras zumindest einen Teil des geplanten Produktionswachstums.
Schuldenabbau mit 344 Millionen Dollar
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Parallel zum strategischen Rückzug greift Petrobras zur Schuldenbremse. Am Freitag kündigte die Tochtergesellschaft Petrobras Global Finance an, Anleihen im Volumen von 344,17 Millionen Dollar vorzeitig zurückzuzahlen. Die Papiere mit 8,75 Prozent Zinsen und Fälligkeit 2026 werden am 29. Dezember getilgt – aus vorhandenen Mitteln.
Die Botschaft ist eindeutig: Petrobras will die Zinslast senken und sich Spielraum verschaffen. Die Schuldenobergrenze bleibt bei 75 Milliarden Dollar gedeckelt. In Zeiten niedriger Ölpreise eine vernünftige Strategie – aber auch ein Eingeständnis, dass die Margen unter Druck stehen.
Dividende bleibt – vorerst
Trotz aller Sparmaßnahmen verspricht Petrobras weiterhin Dividenden: 45 bis 50 Milliarden Dollar sollen in den kommenden fünf Jahren an die Aktionäre fließen. Das verschafft Planbarkeit – und verhindert möglicherweise einen noch stärkeren Kursrutsch. Doch die Frage bleibt: Wie lange ist diese Ausschüttung bei anhaltend niedrigen Ölpreisen zu halten?
Die Produktion soll 2028 ihren Höhepunkt bei 2,7 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Für die Erkundung der vielversprechenden Equatorial Margin sind 2,5 Milliarden Dollar und 15 Bohrungen eingeplant. Ob diese Investitionen die verschobenen Großprojekte kompensieren können, wird sich zeigen.
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