Der brasilianische Energieriese steht vor einem entscheidenden Abend. Kurz vor der Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 sorgen nicht nur die erwarteten Rekorde in der Ölförderung für Bewegung, sondern auch ein strategischer Vorstoß in Afrika. Während Anleger auf die Bücher schauen, wetten Händler am Terminmarkt bereits verstärkt auf steigende Kurse, gestützt durch neue Expansionspläne in Namibia.

Hohe Erwartungen an den Gewinn

Nach Börsenschluss öffnet der Konzern heute seine Bücher. Die Erwartungshaltung des Marktes ist positiv: Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 23,1 Milliarden Dollar und einem Gewinnanstieg von über 16 Prozent auf 0,57 Dollar je Aktie im Vergleich zum Vorjahr. Im vorangegangenen Quartal konnte Petrobras die Gewinnerwartungen bereits übertreffen, verfehlte jedoch knapp die Umsatzziele aufgrund niedrigerer realisierter Ölpreise.

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Produktion als Wachstumstreiber

Treibende Kraft hinter den optimistischen Prognosen ist der konsequente Ausbau der Förderung in den ergiebigen Pre-Salt-Regionen vor der brasilianischen Küste. Diese machen mittlerweile rund 82 Prozent der Gesamtproduktion aus. Neue Förderschiffe (FPSOs) im Santos-Becken haben die Kapazitäten deutlich erhöht und den natürlichen Rückgang in älteren, reifen Feldern kompensiert. Ein operativer Dämpfer zeigt sich lediglich im Raffineriegeschäft: Hier sank die Auslastung aufgrund geplanter Wartungsarbeiten zuletzt auf 89 Prozent.

Fantasie durch Namibia-Deal

Zusätzlichen Rückenwind lieferte in den Tagen vor der Bilanzvorlage die Nachricht über eine internationale Expansion. Der geplante Erwerb von 42,5 Prozent an einem Offshore-Block in Namibia gemeinsam mit TotalEnergies sorgte bereits für Kursaufschläge. Diese strategische Weichenstellung spiegelt sich auch deutlich am Terminmarkt wider: Das Volumen bei Kaufoptionen (Calls) sprang im Vorfeld der Zahlen um rund 53 Prozent an, was auf eine bullische Stimmung der Händler hindeutet.

Blick auf die Langfriststrategie

Der aktuelle Kurs steht im Einklang mit dem Investitionsplan bis 2030. Trotz einer Anpassung des Budgets auf 109 Milliarden Dollar liegt der Fokus klar auf der profitablen Exploration, wobei der Großteil der Mittel in die heimischen Pre-Salt-Felder fließt. Aktionäre dürften zudem die bestätigte Dividendenpolitik begrüßen, die Ausschüttungen von bis zu 50 Milliarden Dollar im Planungszeitraum vorsieht. Für den heutigen Abend liegt der Fokus nun darauf, ob die operative Stärke die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllen kann und wie sich die Kostenstruktur im Detail entwickelt hat.

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