Der chinesische Autobauer erlebt derzeit einen beispiellosen Kontrast. Während die Exporte auf neue Rekordwerte klettern und im Februar erstmals die Inlandsverkäufe übertrafen, brechen die Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt ein. Kann die aggressive internationale Expansion die Schwäche in China rechtzeitig ausgleichen?

Exportboom federt Inlandsflaute ab

Im Februar stiegen die Übersee-Auslieferungen im Jahresvergleich um 50 Prozent auf über 100.600 Einheiten. Damit gingen 53 Prozent des gesamten monatlichen Volumens in internationale Märkte. Auch in Europa zeigt sich diese Dynamik: Im Januar überholte BYD bei den Neuzulassungen Tesla mit über 18.000 registrierten Fahrzeugen – fast eine Verdreifachung zum Vorjahr, während die Tesla-Zulassungen um 17 Prozent sanken. Für das laufende Jahr peilt das Management den Export von 1,3 Millionen Fahrzeugen an.

Gleichzeitig fielen die weltweiten Gesamtverkäufe im Februar um 41 Prozent auf rund 190.000 Fahrzeuge. Dies markiert den stärksten monatlichen Rückgang seit sechs Jahren und den sechsten Monat in Folge mit sinkenden Zahlen. Verantwortlich dafür sind eine neue fünfprozentige Steuer auf Elektroautos in China, das Ende von Subventionsprogrammen sowie der harte Wettbewerb durch Konkurrenten wie Geely und Leapmotor im mittleren Preissegment.

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Neue Batterie-Generation als Treiber

Um die Marktposition technologisch abzusichern, präsentierte BYD kürzlich die "Blade Battery 2.0". Die auf Lithium-Eisenphosphat (LFP) basierende Technologie bietet eine um fünf Prozent höhere Energiedichte als der Vorgänger und lädt in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent. Der Kostenvorteil bleibt ein zentraler Faktor: LFP-Akkus kosten laut BloombergNEF derzeit 81 US-Dollar pro Kilowattstunde, verglichen mit 128 US-Dollar für NMC-Batterien.

Zusammen mit dem neuen "Megawatt Flash Charging 2.0"-System sollen Fahrzeuge in fünf Minuten 400 bis 500 Kilometer Reichweite nachladen können. Um dies zu unterstützen, plant BYD bis Ende 2026 die Errichtung von 20.000 Schnellladestationen in China. Durch integrierte Stromspeicher an den Ladesäulen lassen sich die Installationskosten im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen um rund 60 Prozent senken. Auch die globale Produktion läuft an: Das neue Werk in Ungarn startet im zweiten Quartal mit der Serienfertigung.

Bilanzvorlage rückt näher

An der Börse in Hongkong notierte das Papier zuletzt bei 94,70 Hongkong-Dollar und damit nahe dem unteren Ende der 52-Wochen-Spanne. Am 26. März wird das Unternehmen seine vollständigen Jahreszahlen für 2025 vorlegen.

Analysten der Deutschen Bank prognostizieren, dass die neue Batterieplattform das Wachstum stützen und 2026 zu einem Gesamtabsatz von 4,9 Millionen Fahrzeugen führen könnte. Der anstehende Finanzbericht am Ende des Monats wird konkrete Belege liefern, wie stark die neuen Steuern in China die Margen tatsächlich belasten und in welchem Umfang das margenstärkere Exportgeschäft diese Lücke bereits füllt.

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