Gleich zwei strategische Meldungen binnen 24 Stunden: Petrobras sichert den Betrieb seiner riesigen Offshore-Flotte langfristig ab und meldet gleichzeitig einen neuen Gasfund vor der Küste Kolumbiens. Die Aktie markiert heute ein neues 52-Wochen-Hoch.

Turbinen für 19 Förderplattformen

Im Mittelpunkt steht zunächst ein Fünfjahresvertrag mit Baker Hughes, der im Februar in Rio de Janeiro unterzeichnet wurde. Das Abkommen umfasst Wartung, Reparatur und ingenieurtechnische Beratung für bis zu 64 aeroderivative Gasturbinen — darunter LM2500- und LM6000-Einheiten — auf rund 19 FPSO-Schiffen sowie der Replan-Raffinerie in Paulínia. Diese Turbinen sind das Herzstück der Energieversorgung auf den Tiefseeplattformen und sichern die Produktionskontinuität der brasilianischen Offshore-Anlagen.

Baker Hughes führt die Arbeiten über sein Servicezentrum im nahe gelegenen Petrópolis aus, das eigens für diesen Vertrag um neue Schleifkapazitäten erweitert wird. Damit erfüllt Petrobras zugleich lokale Wertschöpfungsanforderungen und schafft Arbeitsplätze in der Region.

Neuer Gasfund in kolumbianischen Tiefgewässern

Parallel dazu bestätigte Petrobras eine Gasentdeckung im Explorationsblock GUA-OFF-0 vor der kolumbianischen Karibikküste. Die Bohrung Copoazu-1 liegt rund 36 Kilometer vom Festland entfernt, in 964 Metern Wassertiefe — und nur acht Kilometer vom Sirius-Projekt entfernt, dem bislang größten Gasfund in der Geschichte Kolumbiens mit über sechs Billionen Kubikfuß Gas in situ.

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Besonders bemerkenswert: Elektrische Logs und Fluidproben bestätigten gasführende Schichten nicht nur im primären Zielbereich, sondern auch in einem zusätzlichen Horizont. Das erweitert das Potenzial des Blocks erheblich. Petrobras hält einen Anteil von 44,4 Prozent und ist Betreiber des Projekts; Ecopetrol besitzt die verbleibenden 55,6 Prozent.

Das Sirius-Projekt soll ab etwa 2030 rund 400 Millionen Kubikfuß Gas pro Tag produzieren — nahezu die Hälfte des prognostizierten kolumbianischen Gasbedarfs. Das Gas besteht zu über 99 Prozent aus Methan, was die Aufbereitungskosten erheblich senkt.

Langer Weg zur Produktion

Bis zur kommerziellen Förderung aus dem Copoazu-Block bleibt allerdings noch viel zu tun. Vor Juli 2026 sind rund 120 Konsultationen mit indigenen Gemeinschaften in La Guajira und Magdalena erforderlich, zusätzlich müssen drei Umweltlizenzen eingeholt werden. Konkrete Volumenabschätzungen für den neuen Fund liegen noch nicht vor.

Petrobras verfolgt mit beiden Schritten eine klare Doppelstrategie: die Betriebssicherheit der bestehenden Flotte erhalten und gleichzeitig die Reservenbasis durch internationale Exploration ausbauen — ein Ansatz, der die Finanzstruktur des Konzerns stützt, dessen Gesamtvermögen Ende 2025 auf rund 1,22 Billionen Reais angewachsen ist.

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