Vertiv rüstet sich massiv für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Mit einer zweigleisigen Strategie aus massiven Werkserweiterungen in Amerika und einer gezielten Übernahme in Europa will der Infrastruktur-Spezialist Engpässe bei der Kühlung von Rechenzentren beseitigen. Das Unternehmen reagiert damit auf den enormen Hunger der Branche nach spezialisierter Hardware für Hochleistungsrechner.

Ausbau der „KI-Fabriken“

Am 24. März bestätigte das Management umfassende Investitionen in die Produktionskapazitäten auf dem amerikanischen Kontinent. Ziel ist es, die Lieferzeiten für essenzielle Komponenten wie Powermodule, Racks und Kühlsysteme drastisch zu verkürzen. Diese Bauteile bilden das Rückgrat moderner Rechenzentren, die zunehmend auf hohe Leistungsdichten für KI-Anwendungen ausgelegt werden.

Die regionalen Schwerpunkte der Expansion:
- South Carolina: Versiebenfachung der regionalen Kapazitäten für Infrastrukturlösungen
- Mexicali (Mexiko): Steigerung der Produktion von Energietechnologien um rund 45 Prozent
- Pennsylvania: Aufbau einer neuen Fertigung für Gehäuse mit integrierter Kühltechnik

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Kühlung als Flaschenhals

Parallel zum Ausbau der eigenen Werke übernimmt Vertiv das italienische Unternehmen ThermoKey. Der Spezialist für Wärmetauscher soll dabei helfen, eines der drängendsten Probleme der Branche zu lösen: die enorme Hitzeentwicklung von KI-Chips. Da diese Hardware deutlich mehr Wärme erzeugt als herkömmliche Prozessoren, ist eine effiziente Kühlung oft der entscheidende Faktor für die Leistungsfähigkeit eines Rechenzentrums.

Durch den Zukauf sichert sich Vertiv mehr Kontrolle über die gesamte thermische Kette. Die Expertise von ThermoKey im Bereich der Microchannel-Wärmetauscher soll direkt in die globalen Kühllösungen von Vertiv einfließen, um die Effizienz der Systeme zu steigern.

Die Aktie reagierte positiv auf die Wachstumspläne und markierte am Dienstag bei 235,05 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Damit setzt das Papier seinen starken Lauf fort und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von fast 57 Prozent. Marktbeobachter werten die Maßnahmen als konsequenten Schritt, um die hohe Nachfrage institutioneller Investoren zu bedienen, die mittlerweile fast 90 Prozent der Anteile halten.

Die Übernahme von ThermoKey soll vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Für Vertiv geht es nun darum, die neuen Kapazitäten in den USA und Mexiko schnellstmöglich hochzufahren, um die steigenden Auftragsbestände im Bereich der KI-Infrastruktur abzuarbeiten.

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