Am 18. März 2026 meldete Petrobras gleich zwei operative Neuigkeiten: eine Gasentdeckung vor der kolumbianischen Karibikküste und einen Fünfjahresvertrag für die Wartung kritischer Turbomaschinen in Brasilien. Beide Meldungen zeigen, wie der Konzern Expansion und Betriebssicherheit gleichzeitig vorantreibt.

Gasfund in kolumbianischem Tiefwasser

Die Explorationsbohrung Copoazu-1 im Block GUA-OFF-0 bestätigte gasführende Schichten — und das nicht nur im primären Ziel, sondern auch in einem weiteren Horizont. Das Gemeinschaftsprojekt mit Ecopetrol liegt rund 36 Kilometer vor der Küste in knapp 964 Metern Wassertiefe. Ecopetrol hält 55,6 Prozent, Petrobras als Operator die verbleibenden 44,4 Prozent.

Besonders relevant ist die geografische Nähe zum Sirius-Projekt: Copoazu-1 liegt nur acht Kilometer von den Bohrungen Sirius-1 und Sirius-2 entfernt, die bereits über sechs Billionen Kubikfuß Gas nachgewiesen haben — der größte Gasfund in der Geschichte Kolumbiens. Die neue Entdeckung stützt die These eines zusammenhängenden geologischen Systems mit hohem Gaspotenzial entlang dieser Küstenzone.

Konkrete Volumenangaben fehlen noch. Bis zur Produktion ist es ein weiter Weg: Vor Juli 2026 müssen rund 120 Konsultationen mit indigenen Gemeinschaften in La Guajira und Magdalena abgeschlossen werden, zudem sind drei Umweltgenehmigungen erforderlich. Das Sirius-Megaprojekt zielt auf eine Förderung von 400 Millionen Kubikfuß täglich ab etwa 2030 — das entspräche knapp der Hälfte des prognostizierten kolumbianischen Gasbedarfs.

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Wartungsvertrag sichert Offshore-Flotte

Parallel dazu gab Baker Hughes einen 60-monatigen Servicevertrag bekannt, der im Februar 2026 nach einer offenen Ausschreibung unterzeichnet wurde. Er umfasst Wartung, Reparaturen und ingenieurtechnische Beratung für bis zu 64 aeroderivative Gasturbinen — darunter LM2500- und LM6000-Modelle — auf 19 FPSO-Schiffen sowie der Replan-Raffinerie. Die Turbinen sind für die Stromversorgung und den Antrieb der Tiefwasseranlagen zentral.

Die Arbeiten laufen bereits und werden über das Baker-Hughes-Servicezentrum in Petrópolis abgewickelt, das für den Auftrag um neue Schleifkapazitäten erweitert wird.

Starke Ausgangslage

Der finanzielle Rahmen, in dem diese Meldungen erscheinen, ist solide. Die konsolidierten Gesamtaktiva stiegen Ende 2025 auf rund 1,22 Billionen Reais. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 47 Prozent zugelegt und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 6,26, die Eigenkapitalrendite bei 28,18 Prozent.

Die nächsten Meilensteine für das Kolumbienprojekt sind die Auswertung der Copoazu-1-Daten sowie der Fortschritt bei den Umweltgenehmigungen — beides entscheidet darüber, wie schnell sich der Gasfund in konkrete Reserven übersetzen lässt.

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