Honeywell schärft sein Profil als spezialisierter Technologiekonzern und sichert sich einen wichtigen Prototypen-Auftrag der US-Luftwaffe für autonome Flugsysteme. Parallel dazu passt das Management seine Akquisitionsstrategie an, während der Countdown für die geplante Abspaltung der Luftfahrtsparte läuft. Diese Entwicklungen unterstreichen den Fokus auf die Megatrends Automatisierung und die Zukunft der Luftfahrt.

Technologische Offensive im Verteidigungssektor

Das Herzstück der jüngsten Erfolge im Rüstungsbereich ist das neu entwickelte SkyShot-1600-Triebwerk. Honeywell hat den Zuschlag erhalten, dieses Antriebssystem für die nächste Generation autonomer Kampfflugzeuge im Rahmen des „Collaborative Combat Aircraft“-Programms zu entwerfen. Das Triebwerk zeichnet sich durch seine Flexibilität aus: Es kann je nach Missionsprofil sowohl als Turbojet als auch als Turbofan konfiguriert werden und deckt einen Schubbereich von 800 bis 2.800 Pfund ab.

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Doch wie fügt sich dieser technologische Vorstoß in die umfassende Umstrukturierung des Industrieriesen ein? Die Anforderungen der US-Luftwaffe sind hoch, da die autonomen Plattformen in der Lage sein müssen, extremen G-Kräften bei Manövern standzuhalten. Honeywell nutzt hierfür moderne Fertigungsverfahren, um die Entwicklungszeit zu verkürzen und die Produktion zu skalieren. Damit festigt das Unternehmen seine Position als kritischer Zulieferer für die militärische Luftfahrt der Zukunft.

Kurskorrektur bei Zukäufen und Abspaltung

Zeitgleich mit den technologischen Erfolgen treibt Honeywell die Konsolidierung seines Portfolios voran. Bei der geplanten Übernahme der Catalyst-Technologies-Sparte von Johnson Matthey konnte das Unternehmen den Kaufpreis deutlich nachverhandeln. Statt der ursprünglich vereinbarten 1,8 Milliarden Pfund zahlt Honeywell nun rund 1,325 Milliarden Pfund. Der Abschluss der Transaktion wird bis spätestens August 2026 erwartet und soll die Position im Bereich der Prozesstechnologien für erneuerbare Kraftstoffe stärken.

An der Börse wird dieser Kurs mit Zuversicht verfolgt. Die Honeywell-Aktie notiert aktuell bei 204,25 Euro und damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 207,00 Euro. Mit einem Kursplus von über 22 Prozent seit Jahresbeginn zeigt der Trend deutlich nach oben, wenngleich der Relative-Stärke-Index (RSI) von 81,6 auf eine technisch überkaufte Lage hindeutet. Gestützt wird die Bewertung durch einen Rekord-Auftragsbestand von über 37 Milliarden Dollar, den das Unternehmen Ende Januar vermeldete.

Der nächste zentrale Meilenstein für Investoren ist das dritte Quartal 2026. Zu diesem Zeitpunkt plant Honeywell, sein gesamtes Luftfahrtgeschäft als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen auszugliedern. Bis dahin konzentriert sich der Konzern darauf, die operative Effizienz durch die Integration der neuen Zukäufe zu steigern und die Marktführerschaft bei unbemannten Flugsystemen weiter auszubauen.

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