Palantir Aktie: Google greift an
Palantir galt lange als unangefochtener Platzhirsch im Bereich staatlicher KI-Aufträge, doch zum Jahresstart 2026 wackelt diese Dominanz. Das US-Verteidigungsministerium hat Alphabet für ein neues, prestigeträchtiges KI-Programm ausgewählt und damit das De-facto-Monopol von Palantir aufgebrochen. Während CEO Alexander Karp weiterhin massiv eigene Aktien verkauft, fragen sich Anleger, ob die extrem hohe Bewertung angesichts der neuen Konkurrenzsituation noch zu halten ist.
Monopol unter Beschuss
Der Auslöser für die jüngste Nervosität am Markt ist konkret: Das Pentagon setzt für sein neues „GenAI.mil“-Programm auf die Gemini-Plattform von Alphabet. Dies ist eine direkte Herausforderung für Palantir, das den Sektor der Verteidigungs-KI mit Projekten wie „Maven“ bisher dominierte.
Zwar bleibt Palantir mit seinen Plattformen Gotham und Foundry für spezifische Datenintegrationsaufgaben unverzichtbar, doch die Entscheidung der Regierung signalisiert einen Strategiewechsel. Das Ziel scheint eine Diversifizierung der Software-Landschaft zu sein, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu reduzieren. Für Palantir bedeutet dies, dass der Wettbewerb um künftige Militär-Budgets deutlich härter wird, da nun auch Big-Tech-Akteure wie Google direkt im Sandkasten der Verteidigungsindustrie mitspielen.
Bewertung fernab der Realität?
Diese fundamentalen Sorgen treffen auf eine Aktie, die keinerlei Spielraum für Enttäuschungen bietet. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 400 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 100 ist das Unternehmen extrem hoch bewertet. Kritiker bemängeln, dass dieses Preisniveau Perfektion in der Ausführung verlangt. Selbst nach dem jüngsten Wochenverlust von rund 11 Prozent auf 167,86 US-Dollar erscheint das Papier vielen Marktteilnehmern im Vergleich zu Alphabet, das deutlich günstiger bewertet ist, als riskant.
Die Analysten sind entsprechend uneins. Während Zacks Research die Aktie aufgrund der Gewinndynamik zum Jahresstart auf „Strong-Buy“ hochstufte, bleibt der breite Marktkonsens skeptisch bei „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit etwa 172 US-Dollar kaum über dem aktuellen Niveau, was das begrenzte Aufwärtspotenzial unterstreicht.
Insider machen Kasse
Das Vertrauen der Anleger wird zusätzlich durch das Verhalten der Führungsetage strapaziert. In den letzten 90 Tagen trennten sich Insider von Aktien im Wert von rund 164,6 Millionen US-Dollar. Allein CEO Alexander Karp verkaufte Anteile für fast 59 Millionen Dollar.
Besonders alarmierend ist die Einseitigkeit dieser Transaktionen: In den letzten sechs Monaten gab es keinen einzigen Insider-Kauf. Wenn das Management bei diesen Kursen konsequent Kasse macht, werten Marktbeobachter dies oft als Signal, dass die interne Bewertung des Unternehmens den Börsenkurs als mehr als ausgereizt ansieht.
Die Kombination aus wachsender Konkurrenz durch Big Tech und massiven Insider-Verkäufen setzt die Aktie unter Zugzwang. Der Markt blickt nun gespannt auf den nächsten Quartalsbericht: Palantir muss beweisen, dass es trotz des Gegenwinds das nötige Hyper-Wachstum aufrechterhalten kann, um den Premium-Preis an der Börse weiterhin zu rechtfertigen.
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