Palantir liefert operativ ab – und wird an der Börse trotzdem abgestraft. Genau dieser Widerspruch steht nach den frischen Quartalszahlen im Raum. Denn während Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertreffen, dreht sich die Debatte vor allem um ein Thema: Wie viel Wachstum ist im Kurs bereits eingepreist?

Starke Zahlen, schwacher Kurs

Die Zahlen zum vierten Quartal (veröffentlicht am 2. Februar) fielen besser aus als von Analysten erwartet. Palantir meldete einen Gewinn je Aktie (EPS) von 0,25 US-Dollar nach 0,23 US-Dollar Konsensschätzung. Der Umsatz stieg auf 1,41 Mrd. US-Dollar und lag damit ebenfalls über der Prognose von 1,34 Mrd. US-Dollar. Im Jahresvergleich entspricht das laut Unternehmen einem Plus von 70%.

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Trotz dieser operativen Fortschritte geriet die Aktie im Anschluss unter Druck. Aus den bereitgestellten Kursdaten wird die Korrektur auch im kurzfristigen Bild sichtbar: In den vergangenen 30 Tagen ging es um 25,6% nach unten.

Wichtige Datenpunkte aus dem Quartalsbericht:
- EPS: 0,25 US-Dollar (Erwartung: 0,23)
- Umsatz: 1,41 Mrd. US-Dollar (Erwartung: 1,34)
- Umsatzwachstum: +70% gegenüber Vorjahr

Analysten: Rückenwind trifft Skepsis

Mit dem Kursrücksetzer prallt eine alte Diskussion erneut auf den Tisch: die Bewertung. Nach dem Bericht zeigte sich das Analystenlager gespalten. HSBC stufte auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel auf 205 US-Dollar. Als Begründung nannte die Bank eine starke Dynamik im kommerziellen Geschäft.

Auf der anderen Seite blieb DA Davidson zwar bei „Neutral“, senkte aber das Kursziel von 215 auf 180 US-Dollar. Der Kernkonflikt: Palantir wird laut Artikel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 220 bewertet – ein Niveau, das wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Genau deshalb können selbst gute Zahlen nicht automatisch zu einem steigenden Kurs führen: Wer „Perfektion“ bezahlt, reagiert besonders empfindlich, wenn das Momentum nicht noch stärker ausfällt als ohnehin schon.

Große Investoren und Insider-Verkäufe

Zusätzliche Aufmerksamkeit ziehen Verschiebungen bei Großanlegern und Insider-Transaktionen auf sich. Aus den genannten Meldungen für 2025 ergibt sich ein gemischtes Bild:

  • Norges Bank baute die Position im zweiten Quartal 2025 deutlich aus (+34,9%) – der Anteil hatte danach einen Wert von rund 3,3 Mrd. US-Dollar.
  • Vanguard erhöhte im dritten Quartal 2025 um 4,0% auf über 205 Mio. Aktien.
  • Flagship Harbor Advisors reduzierte den Bestand in jüngeren Berichtszeiträumen um etwa 22%.

Bei den Insidern überwogen Verkäufe: In den 90 Tagen bis Anfang Februar veräußerten Unternehmensinsider rund 1,02 Mio. Aktien. Späte 2025er-Transaktionen umfassten laut Artikel Verkäufe von CEO Alexander Karp und weiteren Führungskräften im Gesamtwert von über 167 Mio. US-Dollar.

Unterm Strich bleibt aber ein klarer Pluspunkt: Die Bilanz wird als robust beschrieben – für das Geschäftsjahr 2026 meldete Palantir dem Artikel zufolge sogar null Schulden.

Zum nächsten Gradmesser dürfte werden, ob Palantir das hohe Wachstumstempo auch in den kommenden Quartalen bestätigen kann – denn bei einer so ambitionierten Bewertung entscheidet weniger das „Ob“, sondern das „Wie stark“ der weiteren Entwicklung.

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