Orsted Aktie: US-Projekt läuft wieder
Ein US-Bundesrichter hat am Montag den Weg für Orsted freigemacht, die Bauarbeiten am nahezu fertiggestellten Offshore-Windpark Revolution Wind wieder aufzunehmen. Damit fällt eine zentrale Hürde, die die Trump-Regierung zuvor mit Verweis auf nationale Sicherheitsbedenken aufgebaut hatte. Für Orsteds Ausbaupläne in den USA ist das ein wichtiger Schritt.
Gericht kippt Baustopp für Revolution Wind
Der Beschluss erlaubt es Orsted, die Arbeiten am 704-MW-Projekt Revolution Wind vor Rhode Island und Connecticut sofort fortzusetzen. Grundlage ist eine einstweilige Verfügung, die eine Ende Dezember 2025 vom Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) verhängte Stop-Work-Order außer Kraft setzt.
Die Projektunterbrechung war teuer: Nach Gerichtsangaben beliefen sich die Kosten des Baustopps auf rund 1,5 Millionen US-Dollar pro Tag. Revolution Wind, eine 50/50-Joint-Venture-Partnerschaft zwischen Orsted und Skyborn Renewables (Global Infrastructure Partners), ist bereits zu etwa 87 % fertiggestellt und stellt ein bedeutendes Investitionsvorhaben dar.
Die positive juristische Entwicklung hatte den Kurs der Orsted-Aktie bereits zuvor gestützt. Am Dienstag legte die Aktie im Zuge der ersten gerichtlichen Entscheidung zur einstweiligen Verfügung um mehr als 5 % zu.
Parallel dazu bleibt ein weiteres US-Projekt blockiert: Für den Offshore-Windpark Sunrise Wind, der Strom nach New York liefern soll, läuft weiterhin ein separates Verfahren. Eine Anhörung in diesem Fall ist noch nicht terminiert.
In Europa meldete Orsted zudem operative Fortschritte: Am Donnerstag wurden die ersten Monopile-Fundamente für das polnische Projekt Baltica 2 verladen und zum vorgesehenen Feeder-Hafen in Dänemark transportiert.
Bedeutung für US-Windmarkt und Bundesstaaten
Die Gerichtsentscheidung gilt als wichtiger Erfolg für Orsted und die US-Offshore-Windbranche, die in den vergangenen Jahren mit politischem und regulatorischem Gegenwind zu kämpfen hatte. Die Trump-Regierung hatte fünf größere Offshore-Windprojekte an der US-Ostküste auf Eis gelegt und damit Planungsunsicherheit geschaffen.
Revolution Wind spielt eine zentrale Rolle in den Energieplänen von Rhode Island und Connecticut. Für Rhode Island ist der Windpark ein Schlüsselprojekt, um das Ziel von 100 % erneuerbarem Strom bis 2033 zu erreichen. Nach Fertigstellung soll die Anlage ausreichend sauberen Strom für mehr als 350.000 Haushalte liefern. Mit dem Wiederanlauf der Bauarbeiten können auch die damit verbundenen Arbeitsplätze und regionalen wirtschaftlichen Effekte weiter realisiert werden.
Ausblick: Fertigstellung und nächste Termine
Mit dem Wegfall der rechtlichen Blockade rückt bei Revolution Wind nun die vollständige Inbetriebnahme in den Vordergrund, die noch im Laufe dieses Jahres erwartet wird. Entscheidend wird sein, ob Orsted für Sunrise Wind ein ähnliches juristisches Ergebnis erreicht und damit seine Position im wichtigen US-Markt weiter festigt.
Der nächste feststehende Termin ist die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2025 am 6. Februar. Dann legt Orsted detailliert offen, wie sich Finanzlage und Strategie nach dem anspruchsvollen, aber mit einem wichtigen US-Erfolg gestarteten Jahr darstellen.
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