Der Softwaregigant Oracle liefert eigentlich starke Wachstumszahlen im Cloud-Geschäft. Dennoch trennen sich Anleger derzeit von den Papieren. Eine Kombination aus einer kritischen Sicherheitslücke, gigantischen Investitionsplänen für Künstliche Intelligenz und einem frischen charttechnischen Verkaufssignal sorgt für anhaltenden Druck auf den Kurs.

Sicherheitsrisiko trifft auf schwachen Chart

Am Montag musste das Management einen außerplanmäßigen Notfall-Patch für den Oracle Identity Manager herausgeben. Die Schwachstelle wird als kritisch eingestuft und erlaubt es Angreifern, betroffene Systeme aus der Ferne vollständig zu übernehmen. Da die Lücke weit verbreitete Middleware-Komponenten betrifft, drängt der Konzern auf sofortige Updates. Solche Nachrichten verunsichern institutionelle Investoren, zumal sich das technische Bild parallel weiter eintrübt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?

Im Tageschart hat sich ein sogenanntes „Death Cross“ gebildet, da der kurzfristige gleitende Durchschnitt unter die langfristige Trendlinie gefallen ist. Der aktuelle Kurs von 131,88 Euro spiegelt diese Schwäche wider. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits über 21 Prozent an Wert verloren und notiert nun deutlich unter der wichtigen 200-Tage-Linie.

Die teure KI-Infrastruktur

Neben den technischen Hürden treibt den Markt vor allem eine fundamentale Sorge um: die Finanzierung der KI-Zukunft. Oracle plant für das Geschäftsjahr 2026 gewaltige Investitionsausgaben in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar. Anleger fürchten eine Verwässerung ihrer Anteile durch kommende Finanzierungsprogramme.

Diese Angst wiegt aktuell schwerer als die operativen Erfolge. Im dritten Quartal wuchs das Cloud-Geschäft am oberen Ende der Erwartungen um 44 Prozent. Der Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 553 Milliarden US-Dollar. Die Kommunikation rund um die ehrgeizigen Ausbaupläne und die Finanzierungsstrategie hat mittlerweile jedoch Anwaltskanzleien auf den Plan gerufen, die entsprechende Wertpapierklagen eingereicht haben.

Konkrete Ziele für das vierte Quartal

Operativ bleibt das Unternehmen trotz der juristischen und technischen Störfeuer auf Kurs. Für das vierte Quartal 2026 rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum von 19 bis 21 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll in einer Spanne von 1,96 bis 2,00 US-Dollar liegen. Mit der frischen Veröffentlichung von Java 26 will Oracle zudem seine Position in der KI-Anwendungsentwicklung weiter ausbauen. Kurzfristig rückt für Anleger nun die charttechnische Unterstützung bei 125 US-Dollar in den Fokus.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...