Oracle Aktie: Radikaler Umbau
Um im Rennen um die künstliche Intelligenz mitzuhalten, nimmt Oracle gewaltige finanzielle Lasten in Kauf. Doch die aggressive Expansion der Rechenzentren fordert nun einen harten Tribut von der Belegschaft. Kurz vor der morgigen Veröffentlichung der Quartalszahlen plant der Softwarekonzern den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen, um die explodierenden Kosten in den Griff zu bekommen.
Schuldenberg durch Infrastruktur
Treiber dieser drastischen Maßnahmen ist eine 300 Milliarden US-Dollar schwere Partnerschaft mit OpenAI. Um die enormen Kapazitätsanforderungen zu erfüllen, hat Oracle allein in jüngster Zeit 58 Milliarden US-Dollar an neuen Schulden für den Bau von Rechenzentren in Texas, Wisconsin und New Mexico aufgenommen. Damit durchbricht die Gesamtverschuldung des Konzerns die Marke von 100 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu strukturiert das Management um: Positionen, die durch den Einsatz von KI-Werkzeugen überflüssig werden, fallen gezielt weg, während der allgemeine Einstellungsprozess in der Cloud-Sparte verlangsamt wurde.
Maßnahmen gegen den Liquiditätsengpass
Die massiven Kapitalinvestitionen haben den freien Cashflow des Unternehmens zuletzt in den negativen Bereich gedrückt. Wie reagiert Oracle auf diesen Engpass? Um die Kassen schneller zu füllen, müssen Neukunden Berichten zufolge nun bis zu 40 Prozent ihres Vertragswertes im Voraus bezahlen. Zudem steht ein weitreichender strategischer Schritt im Raum: Das erst 2022 für gut 28 Milliarden US-Dollar übernommene Gesundheitssoftware-Geschäft Cerner könnte wieder verkauft werden, um das Kapital voll auf Hochleistungsrechner zu konzentrieren.
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Zusätzlich plant das Unternehmen im Laufe des Jahres, bis zu 50 Milliarden US-Dollar über Anleihen und Aktien aufzunehmen. Dieser Schritt folgt auf die Zurückhaltung einiger Banken bei der Finanzierung physischer Bauprojekte sowie auf deutlich gestiegene Zinsaufschläge für Unternehmensanleihen.
Am Aktienmarkt hinterlässt diese Mischung aus enormen Investitionen und finanzieller Anspannung deutliche Spuren. Mit einem Schlusskurs von 131,68 Euro am vergangenen Freitag hat das Papier seit Jahresbeginn bereits über 21 Prozent an Wert verloren.
Blick auf die Quartalszahlen
Ob der riskante Expansionskurs aufgeht, wird sich bereits am morgigen 10. März nach US-Börsenschluss zeigen, wenn Oracle die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2026 vorlegt. Investoren werden genau abwägen, ob das starke Wachstum der Cloud-Infrastruktur – im Vorquartal immerhin 68 Prozent – und ein gewaltiger Auftragsbestand von 523 Milliarden US-Dollar ausreichen, um die aktuellen Margensorgen und die steigende Zinslast der Schulden auszugleichen.
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