Die Oracle-Aktie beendete die letzte Handelswoche mit einem kräftigen Plus, doch die Stimmung bleibt angespannt. Während das Unternehmen heute eine neue KI-Lösung für den Einzelhandel vorstellt und Analysten enorme Kursziele ausrufen, positioniert sich ein prominenter Gegner: „Big Short“-Investor Michael Burry wettet auf den Fall. Zwischen technologischen Wachstumshoffnungen und Sorgen um die Bilanzstruktur steht den Anlegern eine richtungsweisende Phase bevor.

KI-Vorstoß im Einzelhandel

Pünktlich zum heutigen Sonntag, dem 11. Januar 2026, erweitert der Konzern sein Portfolio. Mit der „Oracle Retail Supply Chain Collaboration“ wurde eine neue Cloud-Lösung präsentiert, die gezielt künstliche Intelligenz nutzt. Das System soll Einzelhändlern helfen, Lieferketten effizienter zu gestalten, Prognosen zu schärfen und Margen zu sichern.

Dieser Schritt auf der NRF-Konferenz unterstreicht Oracles Strategie, KI in konkrete Industrieanwendungen zu überführen. Flankiert wird die Produkt-Offensive durch Berichte über eine tiefe Verflechtung im „Stargate“-Projekt. Hier investieren Partner wie OpenAI und SoftBank massiv in die Energieinfrastruktur für KI, was Analysten der Deutschen Bank als Indikator für künftige Auftragsvolumina in dreistelliger Milliardenhöhe werten.

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Prominenter Gegenwind und interne Wechsel

Trotz der operativen Fortschritte wachsen die Zweifel bei einigen Marktteilnehmern. Berichten zufolge hat Michael Burry Put-Optionen erworben und setzt damit auf fallende Kurse. Als Begründung werden oft die hohe Bewertung nach der jüngsten Rally sowie der massive Schuldenberg des Unternehmens von rund 95 Milliarden US-Dollar angeführt.

Parallel dazu sorgen Veränderungen in der Führungsebene für Gesprächsstoff. Mit George H. Conrades und Naomi O. Seligman verlassen zwei langjährige Direktoren den Vorstand. Solche Personalrochaden werden am Markt häufig genau beobachtet, da sie auf strategische Neuausrichtungen oder interne Debatten hindeuten können.

Starke Zahlen als Gegenargument

Auf der Gegenseite stehen harte Fakten, die das Lager der Optimisten stützen. Jefferies-Analyst Brent Thill hält an einem Kursziel von 400 US-Dollar fest – was vom aktuellen Niveau aus einer Verdopplung gleichkäme. Er verweist auf das fundamentale Wachstum:

  • Cloud-Umsatz: Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse hier um 33 Prozent auf 8 Milliarden US-Dollar.
  • Infrastruktur-Boom: Die Sparte Oracle Cloud Infrastructure (OCI) legte sogar um 66 Prozent zu.
  • Dividende: Aktionäre, die am 9. Januar investiert waren, erhalten am 23. Januar eine Ausschüttung von 0,50 US-Dollar.

Mit dem Handelsstart am Montag wird sich zeigen, wie der Markt die Produktneuheiten im Verhältnis zu den warnenden Stimmen gewichtet. Die Divergenz zwischen dem Freitags-Anstieg von 4,68 Prozent auf 198,52 US-Dollar und den Short-Positionen institutioneller Investoren deutet auf anhaltende Volatilität hin. Bis zu den nächsten Quartalszahlen Mitte März bleibt entscheidend, ob das Cloud-Wachstum schnell genug ist, um die Bedenken bezüglich der Verschuldung zu zerstreuen.

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