Oracle Aktie: Schuldenberg wächst
Oracle steht vor einem entscheidenden Test. In wenigen Tagen legt der Cloud-Konzern seine Quartalszahlen vor – während die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren hat und die Schulden auf über 100 Milliarden Dollar anschwellen. Im Zentrum der Sorgen: ein 523-Milliarden-Dollar-Auftragsbestand, der Milliarden-Investitionen erfordert, und die Frage, ob Oracle dieses Versprechen überhaupt einlösen kann.
Dramatischer Absturz seit September
Seit Mitte September 2025 hat Oracle über 54 Prozent an Wert verloren. Damals sorgte ein 300-Milliarden-Deal mit OpenAI für kurze Euphorie – doch die Begeisterung wich schnell der Ernüchterung. Die Aktie notiert aktuell bei rund 129 Euro, weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 281 Euro.
Die jüngsten Quartalszahlen vom Dezember offenbarten das Dilemma: Zwar stiegen die Cloud-Umsätze um 34 Prozent auf 8 Milliarden Dollar, doch der freie Cashflow rutschte mit minus 10 Milliarden Dollar dramatisch ins Minus – doppelt so schlimm wie befürchtet. Oracle investiert aggressiv in KI-Rechenzentren, finanziert durch massive Schuldenaufnahme. Allein im Februar emittierte der Konzern Anleihen über 25 Milliarden Dollar, weitere 20 Milliarden könnten über Aktienverkäufe folgen.
Das 523-Milliarden-Problem
Der rekordhohe Auftragsbestand klingt beeindruckend – ist aber auch eine gewaltige Verpflichtung. Oracle hat Verträge mit Nvidia, Meta, OpenAI und anderen geschlossen, die nun abgearbeitet werden müssen. Das Problem: Die Infrastruktur dafür existiert noch nicht vollständig. Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 plant Oracle Investitionen von 275 Milliarden Dollar – ein beispielloser Kraftakt.
Hinzu kommen juristische Risiken. Im Januar reichten Anleihegläubiger eine Sammelklage ein. Der Vorwurf: Oracle habe beim Verkauf von Anleihen im September verschwiegen, dass deutlich höhere Schulden nötig sein würden. Die Risikoaufschläge für Oracle-Anleihen sind auf 120 bis 150 Basispunkte gestiegen.
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Zuletzt nährten Berichte über das Stargate-Projekt Zweifel. Das Joint Venture verfüge über minimales Personal und kontrolliere keine Rechenzentren direkt – die Aktie verlor daraufhin 6 Prozent.
Analysten gespalten
Morgan Stanley senkte das Kursziel von 320 auf 213 Dollar und warnt vor „wenig Spielraum für Fehler". Oppenheimer dagegen stufte die Aktie auf „Outperform" hoch, mit einem Kursziel von 185 Dollar. Die Bulls setzen darauf, dass Oracle seinen Gewinn bis 2030 verdoppeln kann – selbst wenn die ehrgeizigen Unternehmensziele um 25 Prozent verfehlt werden.
Oracle selbst peilt für 2030 einen Umsatz von 225 Milliarden Dollar an, was einer jährlichen Wachstumsrate von 31 Prozent entspräche. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 lag der Umsatz bei 57 Milliarden Dollar.
Alles hängt an den Quartalszahlen
Am 9. März folgt der Q3-Bericht. Anleger erwarten Klarheit darüber, ob Oracle den Auftragsbestand wie geplant abarbeitet und ob der Cashflow-Abfluss gestoppt werden kann. Die Sorge geht aber über Oracle hinaus: Kann OpenAI überhaupt genug Geld aufbringen, um die vereinbarten Services abzunehmen? Die Antworten auf diese Fragen dürften die Aktie erneut deutlich bewegen – wie zuletzt oft um 10 Prozent oder mehr.
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