Oracle dreht beim Ausbau seiner KI-Infrastruktur kräftig auf – und sichert sich dafür frisches Kapital in historischer Größenordnung. Hinter dem Tempo steckt vor allem ein gewaltiger Auftragsberg, den der Konzern liefern muss. Gleichzeitig kommt aber auch Gegenwind auf: Eine Sammelklage wirft dem Unternehmen irreführende Aussagen vor.

Rekord-Finanzierung für KI und Auftragsbestand

Um den Ausbau zu stemmen, hat Oracle eine Anleiheplatzierung über 25 Milliarden US-Dollar umgesetzt – Teil eines insgesamt 50 Milliarden US-Dollar schweren Finanzierungspakets. Die Nachfrage war dabei außergewöhnlich hoch: Das Orderbuch soll laut Berichten 129 Milliarden US-Dollar erreicht haben.

Parallel hat Oracle ein Aktienprogramm über 25 Milliarden US-Dollar genehmigt, darunter ein 20 Milliarden US-Dollar „at-the-market“-Programm, das von Citigroup begleitet wird. Fitch bestätigte nach den Schritten den „Stable“-Ausblick, verwies aber darauf, dass die Gesamtverschuldung inzwischen über 100 Milliarden US-Dollar liegt.

Der Hintergrund ist klar: Oracle sitzt auf 523 Milliarden US-Dollar an „Remaining Performance Obligations“ – also vertraglich zugesicherten, noch nicht erfüllten Leistungen. Besonders heraus sticht ein Fünfjahresvertrag über 300 Milliarden US-Dollar mit OpenAI, dazu kommen Vereinbarungen mit Meta. Genau dieser Lieferdruck erklärt, warum Oracle so aggressiv in Rechenleistung und Infrastruktur investiert.

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Rechenzentren – und neue juristische Baustelle

Auch operativ wird der Kurs sichtbar: In New Mexico treibt Oracle „Project Jupiter“ voran, einen KI-Rechenzentrums-Campus. Dafür beantragte das Unternehmen laut Bericht Luftgenehmigungen für gasbetriebene Microgrids, die die Anlage mit Energie versorgen sollen.

Während der Ausbau läuft, wird es juristisch ungemütlicher. Die Schall Law Firm kündigte eine Sammelklage an, in der es um den Vorwurf von Wertpapierbetrug geht. Kernpunkt sind angeblich irreführende Aussagen zu Infrastruktur-Investitionen, die zwischen dem 12. Juni 2025 und dem 16. Dezember 2025 Risiken für freien Cashflow und Kreditrating erhöht haben könnten. Als Frist zur Benennung eines Hauptklägers wird der 6. April 2026 genannt.

Termin im Blick: Zahlen am 10. März

An der Börse bleibt das Bild gemischt: Auf 30-Tage-Sicht liegt die Aktie mit -5,54% im Minus, seit Jahresanfang sogar bei -23,19% (Schlusskurs gestern: 128,28 Euro). Das unterstreicht, dass Investoren Wachstum und Finanzierungsbedarf derzeit gegeneinander abwägen.

Konkret wird es am 10. März 2026 nach US-Börsenschluss: Dann legt Oracle die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Genau dort wird sich zeigen, wie belastbar die Expansionsstory ist – und ob Kapitalbedarf, Auftragsabarbeitung und Cashflow in ein stimmiges Gesamtbild passen.

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