Der Technologiekonzern hat gestern Abend Quartalsergebnisse vorgelegt, die weit über den Markterwartungen lagen – und die Aktie im nachbörslichen Handel zeitweise um rund zehn Prozent nach oben katapultiert haben. Was steckt hinter dem Sprung?

Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal belief sich auf 17,19 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von gut 16,9 Milliarden Dollar deutlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,79 Dollar, ebenfalls über der Erwartung von 1,70 Dollar. Der operative Cashflow von 7,15 Milliarden Dollar überstieg die Prognosen sogar um knapp 800 Millionen Dollar.

Auftragspolster auf Rekordniveau

Besonders beeindruckend ist der Blick auf die vertraglich gesicherten Zukunftsumsätze: Das sogenannte Remaining Performance Obligation – ein Maßstab für gebuchte, aber noch nicht abgerechnete Erlöse – ist im Jahresvergleich um 325 Prozent auf 553 Milliarden Dollar gestiegen. Ein Großteil entfällt auf langfristige KI-Infrastrukturverträge mit Partnern wie OpenAI und Meta.

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Das Unternehmen hat sein Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden Dollar angehoben – Analysten hatten im Schnitt mit 86,6 Milliarden gerechnet. Die Cloud-Infrastruktur wuchs zuletzt mit 81 Prozent im Jahresvergleich besonders dynamisch. Für das laufende vierte Quartal erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum von 19 bis 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Jefferies bekräftigte nach den Zahlen seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 320 Dollar und verwies auf die operative Marge von 42,9 Prozent, die ebenfalls über den Schätzungen lag.

Schulden und Investitionen im Blick

Der aggressive Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten hat seinen Preis. Die Investitionsausgaben beliefen sich im dritten Quartal auf 18,6 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 55 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Konzern Kapitalausgaben von 50 Milliarden Dollar. Zur Finanzierung wurden innerhalb weniger Tage nach einer entsprechenden Ankündigung im Februar bereits 30 Milliarden Dollar über Anleihen und Wandelanleihen eingesammelt.

Trotz der starken operativen Entwicklung hat die Aktie in den vergangenen sechs Monaten deutlich an Wert verloren und notiert aktuell bei rund 149 Dollar – ein Rückgang von gut 54 Prozent. Das nachbörsliche Kursplus dürfte die Stimmung unter den Investoren zumindest kurzfristig aufhellen. Ob der Markt die neuen Zielvorgaben dauerhaft honoriert, wird sich in den kommenden Handelstagen zeigen.

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