Barrick Mining Aktie: Strukturveränderungen erklärt
Barrick Mining hat im vierten Quartal 2025 die stärksten Finanzzahlen der Unternehmensgeschichte vorgelegt – und gleichzeitig einen handfesten Streit mit dem Joint-Venture-Partner Newmont am Hals. Rekordcashflows treffen auf steigende Kosten, ein geplanter Börsengang auf juristische Komplikationen. Das Bild ist stark, aber nicht ungetrübt.
Rekordergebnisse und neue Dividendenpolitik
Das vierte Quartal 2025 setzte neue Maßstäbe: Der operative Cashflow erreichte 2,73 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow 1,62 Milliarden – ein Plus von 13 bzw. 9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,43 Dollar, den höchsten Quartalswert der Unternehmensgeschichte.
Parallel dazu reformierte Barrick seine Ausschüttungspolitik grundlegend. Künftig sollen 50 Prozent des freien Cashflows an die Aktionäre fließen, aufgeteilt in eine erhöhte Basisdividende und eine jährliche Sonderzahlung. Die für das vierte Quartal deklarierte Dividende von 0,42 Dollar je Aktie entspricht einem Anstieg von 140 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit vollzieht Barrick eine Neuausrichtung, die im Bergbausektor zunehmend Schule macht: Kapitalrendite vor Produktionsvolumen.
Die Aktie hat diese Entwicklung bereits teilweise vorweggenommen. In den vergangenen zwölf Monaten legte sie rund 136 Prozent zu – getragen von steigenden Goldpreisen und den starken Quartalsergebnissen. Allerdings notiert der Kurs aktuell rund drei Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts, was auf kurzfristigen Gegenwind hindeutet.
Steigende Kosten und der Streit mit Newmont
Die Kehrseite der Rekordzahlen: Die Produktionskosten ziehen spürbar an. Die sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC) – die Gesamtkosten je geförderter Goldunze – lagen im vierten Quartal bei 1.581 Dollar und stiegen im Gesamtjahr 2025 auf 1.637 Dollar. Für 2026 erwartet Barrick einen weiteren Anstieg auf 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze. Gründe dafür sind niedrigere Erzgehalte, teurere Betriebsmittel und höhere Goldpreisannahmen in der Planung.
Hinzu kommt ein strategischer Konflikt mit erheblichem Eskalationspotenzial. Barrick plant, seine nordamerikanischen Vermögenswerte – darunter die Anteile am Joint Venture Nevada Gold Mines und das vollständig eigene Fourmile-Projekt – in eine separate Gesellschaft auszugliedern und noch 2026 an die Börse zu bringen. Doch Newmont, mit 38,5 Prozent Minderheitspartner bei Nevada Gold Mines, hat eine Verletzung des gemeinsamen Joint-Venture-Vertrags aus dem Jahr 2019 geltend gemacht. Der Vorwurf: Barrick habe Ressourcen aus dem gemeinsamen Betrieb abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben.
Fourmile selbst entwickelt sich unterdessen zu einem bedeutenden Asset. Die ausgewiesenen Goldressourcen wurden im zweiten Jahr in Folge verdoppelt und liegen nun bei 2,6 Millionen Unzen in der angezeigten sowie 13 Millionen Unzen in der abgeleiteten Kategorie. Das Bohrbudget soll 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar steigen.
Ausblick: Starke Basis, offene Flanken
Für 2026 prognostiziert Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen – leicht unter dem bereinigten Vorjahreswert von 3,26 Millionen Unzen. Der Rückgang ist bewusst einkalkuliert: Mehrere Minen befinden sich in einer Phase intensiver Abraumarbeiten und Wartung, was kurzfristig die Produktion drückt, langfristig aber die Lebensdauer der Lagerstätten sichert.
Analysten haben ihre Gewinnschätzungen in den vergangenen 60 Tagen nach oben revidiert. Der Konsens impliziert für 2026 und 2027 Gewinnsteigerungen von rund 50 bzw. 19 Prozent. Ob der geplante Börsengang von NewCo planmäßig bis Ende 2026 gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie der Rechtsstreit mit Newmont ausgeht – und das dürfte das bestimmende Thema für die Aktie in den kommenden Monaten bleiben.
Barrick Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick Mining-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:
Die neusten Barrick Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Barrick Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








