Oracle Aktie: KI-Agenten als Wachstumstreiber
Oracle hat auf seiner AI World-Konferenz in London 22 neue sogenannte Fusion Agentic Applications vorgestellt — ein Produktpaket, das den Anspruch erhebt, Unternehmenssoftware grundlegend neu zu definieren. Die Ankündigung fiel auf einen Tag, an dem die Aktie rund 3 % zulegte, während der breitere Sektor uneinheitlich tendierte.
Mehr als ein KI-Aufsatz
Der entscheidende Unterschied zu bisherigen KI-Assistenten liegt im Ansatz: Statt als Copilot neben bestehenden Prozessen zu laufen, sind die neuen Anwendungen direkt in Oracle Fusion Cloud Applications integriert. Sie können Entscheidungen eigenständig treffen und ausführen — innerhalb der bestehenden Sicherheits- und Genehmigungsstrukturen des Unternehmens. In frühen Tests berichteten Unternehmen laut Oracle von Zeitersparnissen zwischen 40 und 50 % in Support-Szenarien.
Alle 22 Anwendungen decken Bereiche wie Personalplanung, Gehaltsabrechnung, Lieferkette und Kundenmanagement ab — und sind für bestehende Fusion-Kunden ohne Aufpreis verfügbar. Zusätzlich erweiterte Oracle den AI Agent Studio um neue Werkzeuge für Workflow-Orchestrierung, kontextuelles Gedächtnis und multimodale Sprachmodelle. Mehr als 63.000 zertifizierte Experten sind bereits in der Plattform ausgebildet.
Starke Zahlen im Rücken
Die Produktankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Oracle fundamental Fahrt aufgenommen hat. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wuchsen der organische Gesamtumsatz und der Non-GAAP-Gewinn je Aktie erstmals seit mehr als 15 Jahren beide um mehr als 20 % in US-Dollar. Der Cloud-Infrastrukturumsatz stieg um 84 % auf 4,9 Milliarden Dollar, die verbleibenden Leistungsverpflichtungen kletterten um 325 % auf 553 Milliarden Dollar. Für das Geschäftsjahr 2027 hob Oracle die Umsatzprognose auf 90 Milliarden Dollar an.
J.P.-Morgan-Analyst Mark Murphy stufte die Aktie daraufhin von Neutral auf Overweight hoch und setzte ein Kursziel von 210 Dollar — mit dem Argument, dass der Rückgang von rund 55 % seit dem September-Hoch das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich verbessert habe. Im Schnitt empfehlen 34 Analysten die Aktie mit „Buy" und einem Kursziel von 267 Dollar.
Trotz der jüngsten Erholung notiert die Oracle-Aktie noch immer mehr als 20 % unter dem Jahresanfangsniveau und rund 53 % unterhalb des 52-Wochen-Hochs vom September 2025. Ob die Kombination aus starkem Quartalswachstum und der neuen Agentic-Plattform ausreicht, um diese Lücke mittelfristig zu schließen, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Unternehmenskunden die neuen Anwendungen in ihre Kernsysteme integrieren — und ob die Effizienzgewinne aus den frühen Tests skalieren.
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