Oracle Aktie: Geschäftsberichte analysiert
Oracle schüttet am 23. Januar eine Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar je Aktie aus. Der Stichtag ist Freitag, der 9. Januar – wer ab heute kauft, geht leer aus. Die Ausschüttung wirkt wie ein Lichtblick in schwierigen Zeiten: Seit dem Allzeithoch von über 328 US-Dollar im September 2025 hat die Aktie mehr als 40 Prozent verloren.
Starke Quartalszahlen, schwacher Kurs
Die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2026 vom 10. Dezember hätten eigentlich für Rückenwind sorgen können. Der Umsatz kletterte um 14 Prozent auf 16,1 Milliarden US-Dollar, das Cloud-Geschäft legte um 34 Prozent zu. Besonders die Cloud-Infrastruktur (IaaS) überzeugte mit einem Plus von 68 Prozent auf 4,1 Milliarden US-Dollar.
Das Ergebnis je Aktie stieg um 54 Prozent auf 2,26 US-Dollar (Non-GAAP). Die verbleibenden Vertragsverpflichtungen (RPO) explodierten regelrecht um 438 Prozent auf 523 Milliarden US-Dollar – ein Indikator für künftige Umsätze.
Dennoch blieb die Kursreaktion verhalten. Die Aktie notiert aktuell bei rund 189 US-Dollar und hat allein in den vergangenen sieben Tagen weitere 3,4 Prozent eingebüßt.
OpenAI-Sorgen belasten Tech-Sektor
Die Investmentbank UBS bekräftigte am 5. Januar ihre Kaufempfehlung, senkte das Kursziel jedoch von 325 auf 280 US-Dollar. Als Hauptgrund nannten die Analysten das schwindende Vertrauen der Anleger im Zusammenhang mit OpenAI. Diese Skepsis belaste einen ganzen Komplex von Technologiewerten, zu dem auch Oracle zähle.
UBS sieht dennoch Erholungspotenzial: Die bevorstehende Beschleunigung des Umsatzwachstums, die Hochfahrung der Rechenzentrumskapazitäten in Abilene und eine mögliche Entspannung bei den OpenAI-Bedenken in der ersten Jahreshälfte 2026 sprechen aus Sicht der Bank für den Einstieg. Zudem seien die Finanzierungs- und Kreditrisiken bereits weitgehend eingepreist.
Strategiewechsel bei Chips
Chairman Larry Ellison erklärte im Dezember einen bedeutenden Strategieschwenk: Oracle verkaufte seine Beteiligung am Chip-Hersteller Ampere und erzielte dabei einen Vorsteuergewinn von 2,7 Milliarden US-Dollar. „Wir halten es nicht mehr für strategisch, eigene Chips zu entwerfen, herzustellen und in unseren Cloud-Rechenzentren einzusetzen. Wir setzen jetzt auf Chip-Neutralität", so Ellison.
Co-CEO Clay Magouyrk hob die Multicloud-Strategie hervor: Das Multicloud-Datenbankgeschäft wuchs im zweiten Quartal um 817 Prozent – das am schnellsten wachsende Segment des Konzerns.
Bewertung und Ausblick
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 35 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 8,9 ist Oracle teuer bewertet. Zum Vergleich: Der S&P 500 kommt auf ein KUV von 3,3. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 544 Milliarden US-Dollar.
Für das laufende dritte Geschäftsquartal rechnet das Management mit einem Cloud-Umsatzwachstum von 37 bis 41 Prozent (währungsbereinigt) und einem Gesamtumsatzplus von 16 bis 18 Prozent. Die Zahlen werden um den 9. März 2026 erwartet. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 291 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau.
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