Oracle schaltet beim Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur in den nächsten Gang. Um den gewaltigen Bedarf an KI-Rechenleistung zu decken, verdoppelt der Softwarekonzern seine Investitionen auf über 50 Milliarden US-Dollar. Ein neuer strategischer Großkunde und physische Expansionen zeigen, wie das Unternehmen seinen gigantischen Auftragsbestand abarbeiten will.

Strategische Allianzen und physisches Wachstum

Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung ist die jüngste Vereinbarung mit Veritone. Das Unternehmen verlagert seine KI-Workloads vollständig auf die Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Dieser Schritt bestätigt einen aktuellen Branchentrend. Immer mehr spezialisierte Tech-Firmen wenden sich von traditionellen Cloud-Anbietern ab, um Oracles optimierte Server-Konfigurationen für rechenintensive KI-Anwendungen zu nutzen.

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Parallel dazu wächst der physische Fußabdruck des Konzerns. In Nashville sicherte sich Oracle neue Büroflächen für seine Cloud-Ingenieure. Das zusätzliche Personal wird dringend benötigt, um die immer komplexer werdenden Rechenzentren mit einer gesicherten Leistung von über 10 Gigawatt zu verwalten. Gleichzeitig treibt der Konzern die Software-Seite voran. Das am Montag veröffentlichte "Cloud 26A Release" integriert neue KI-gestützte Freigabeprozesse direkt in die wichtigen Finanz- und Lieferketten-Module der Unternehmenskunden.

Die finanzielle Dimension der Expansion

Diese aggressive Expansion hat ihren Preis. Die Investitionsausgaben sollen im Geschäftsjahr 2026 auf 50,64 Milliarden US-Dollar ansteigen – mehr als eine Verdopplung gegenüber den 21,22 Milliarden US-Dollar des Vorjahres. Ziel dieser massiven Ausgaben ist es, den enormen Auftragsbestand von 553 Milliarden US-Dollar in tatsächliche Umsätze umzuwandeln. Zur Finanzierung dieser mehrjährigen Kapazitätserweiterungen plant das Management, im laufenden Kalenderjahr bis zu 50 Milliarden US-Dollar über Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen.

An der Börse spiegelt sich diese Wachstumsfantasie derzeit nur bedingt wider. Die Aktie notiert aktuell bei 122,02 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 27 Prozent. Analysten der Bank of America sehen hier jedoch deutliches Aufwärtspotenzial. Sie nahmen die Bewertung kürzlich mit einem Kursziel von 200 US-Dollar wieder auf und verwiesen dabei auf die stark sichtbaren Umsatzchancen durch die anhaltende KI-Nachfrage.

Die kommenden Monate stehen für Oracle nun ganz im Zeichen der operativen Umsetzung. Das Unternehmen muss beweisen, dass die neu geschaffenen Kapazitäten und die frischen Milliardenmittel effizient genutzt werden, um den Rekord-Auftragsbestand planmäßig in zählbare Gewinne zu verwandeln.

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