Oracle hat zuletzt mit starken Quartalszahlen überzeugt — und steht gleichzeitig vor einer ernsthaften rechtlichen Belastung. Der Kontrast zwischen operativem Rückenwind und juristischen Risiken prägt das aktuelle Bild der Aktie.

Neue Partnerschaften, starke Zahlen

Im dritten Geschäftsquartal steigerte Oracle seinen Gesamtumsatz um 22 Prozent auf 17 Milliarden Dollar. Besonders das Cloud-Geschäft zog an: Cloud-Infrastrukturumsätze wuchsen um 84 Prozent auf 5 Milliarden Dollar. Diese Zahlen belegen, dass die Strategie rund um Oracle Cloud Infrastructure (OCI) Früchte trägt.

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Passend dazu gab Oracle Ende März eine mehrjährige Partnerschaft mit dem KI-Unternehmen Veritone bekannt. Veritone plant, seine KI-Plattform aiWARE sowie Datendienste auf OCI zu migrieren — inklusive eines Systems für digitales Beweismanagement, das für US-Behörden zertifiziert werden soll. Parallel dazu stellte Oracle am 24. März neue "Fusion Agentic Applications" vor, eine Klasse von Unternehmensanwendungen, die Geschäftsprozesse durch spezialisierte KI-Agenten automatisieren sollen.

Klage belastet das Bild

Trotz der operativen Fortschritte läuft seit Februar eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs gegen Oracle. Kläger werfen dem Unternehmen vor, Investoren zwischen Juni und Dezember 2025 unzureichend über den massiven Anstieg der Investitionsausgaben für KI-Infrastruktur informiert zu haben — ohne dass dem ein proportionales Umsatzwachstum gegenüberstand. Die Frist für Investoren, als Hauptkläger aufzutreten, endet am 6. April 2026.

Hinzu kommt, dass CEO Clayton Magouyrk und EVP Douglas Kehring in den vergangenen 90 Tagen Oracle-Aktien im Wert von über 15,5 Millionen Dollar verkauften — zeitlich rund um den letzten Quartalsbericht.

Die Aktie notiert aktuell rund 36 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn deutlich nachgegeben. Ob das starke Cloud-Wachstum die Bedenken rund um Kapitalausgaben und die laufende Klage mittelfristig überwiegen kann, wird sich spätestens mit dem nächsten Quartalsbericht zeigen — und mit dem Ausgang des Klageverfahrens im April.

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