Oracle Aktie: Amazon bremst Analystenlob
Die Bank of America hat Oracle gerade ein massives Kurspotenzial bescheinigt und verweist auf einen gigantischen Auftragsbestand im KI-Bereich. Gleichzeitig sorgen Berichte über neue KI-Werkzeuge des Konkurrenten Amazon für Verunsicherung am Markt. Dieser Zwiespalt zwischen langfristiger Wachstumsfantasie und akutem Wettbewerbsdruck prägt aktuell die Stimmung rund um den Softwarekonzern.
Analyst Tal Liani und sein Team bei der Bank of America (BofA) haben die Bewertung des Unternehmens mit einer klaren Kaufempfehlung und einem Kursziel von 200 US-Dollar wieder aufgenommen. Das Fundament dieser Zuversicht bildet ein vertraglich gesicherter Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar, der stark an langfristige KI-Trainings und Cloud-Infrastruktur gebunden ist. Die jüngsten Quartalszahlen stützen diese These: Der Umsatz im Bereich Cloud-Infrastruktur kletterte um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar und beschleunigte sich damit im Vergleich zum Vorquartal deutlich.
Neue Konkurrenz drückt auf die Kurse
Trotz des Analysten-Rückenwinds geriet das Papier zuletzt unter Druck. Verantwortlich dafür sind Medienberichte, wonach Amazon an einem eigenen KI-Agenten-Tool arbeitet, das Vertriebs- und Geschäftsentwicklungsprozesse automatisieren soll. Diese potenzielle Konkurrenz im lukrativen Markt für Unternehmenssoftware dämpfte die Euphorie der Anleger spürbar. Nach dem jüngsten Kursrutsch notiert der Titel aktuell bei 128,90 Euro und hat damit seit Jahresbeginn fast 23 Prozent an Wert verloren.
Hohe Schulden und lange Wartezeiten
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Die positive Einschätzung der BofA ist an deutliche Bedingungen geknüpft. Oracle verzeichnet derzeit einen negativen freien Cashflow von 24,7 Milliarden Dollar und trägt eine langfristige Schuldenlast von 124,7 Milliarden Dollar. Gleichzeitig erwartet die Bank, dass die Investitionsausgaben im Geschäftsjahr 2026 auf rund 50 Milliarden Dollar ansteigen werden. Das Unternehmen bleibt damit stark auf externe Finanzierungen angewiesen.
Ein weiteres strukturelles Hindernis ist die zeitliche Umsetzung der Aufträge. Mehr als 57 Prozent des gigantischen Auftragsbestands werden voraussichtlich erst in über drei Jahren umsatzwirksam. Zudem besteht ein Klumpenrisiko, da ein erheblicher Teil der Verträge an wenige große KI-Entwickler wie OpenAI gebunden ist.
Um das von der Bank of America ausgerufene Kursziel zu erreichen, muss Oracle das prognostizierte Cloud-Umsatzwachstum von 46 bis 50 Prozent im vierten Quartal 2026 zwingend bestätigen. Ebenso erfordert die hohe Schuldenlast, dass das Management den massiven Auftragsbestand zügig in verbuchte Umsätze umwandelt und den freien Cashflow parallel zum 50-Milliarden-Dollar-Investitionsprogramm spürbar verbessert.
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