OMV steht unmittelbar vor dem größten Umbau seiner Unternehmensgeschichte. Der Zusammenschluss mit ADNOC zur Borouge Group International soll noch in diesem Quartal abgeschlossen werden — und verändert damit nicht nur die Konzernstruktur, sondern auch die Logik, nach der künftig Dividenden fließen.

Vom Energiekonzern zum globalen Chemiegiganten

Die Borouge Group International entsteht aus dem Zusammenschluss dreier Unternehmen, darunter der nordamerikanische Polyolefinproduzent Nova Chemicals. Das Ergebnis: die viertgrößte Polyolefingruppe weltweit mit einer kombinierten Jahreskapazität von rund 13,6 Millionen Tonnen. OMV und ADNOC halten jeweils gleiche Anteile. Die behördlichen Genehmigungen — einschließlich der Direktinvestitionsgenehmigungen in den USA und Österreich — liegen bereits größtenteils vor.

Der eigentliche Strukturbruch liegt jedoch in der neuen Ausschüttungspolitik. Ab 2026 koppelt OMV seine Dividende vom Ölpreis ab: Künftig fließen 50 Prozent der BGI-Dividenden direkt an die Aktionäre, ergänzt durch 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows außerhalb der BGI. OMV erwartet aus der Borouge Group International ab 2026 eine jährliche Mindestausschüttung von einer Milliarde US-Dollar. Statt volatiler Rohstoffpreise bestimmt damit der Cashflow eines globalen Chemiekonzerns die Ausschüttungshöhe.

Solide Basis, klare Ziele

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Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor — bestehend aus 3,15 Euro regulärer Dividende und einer Zusatzdividende von 1,25 Euro. Es ist die vierte aufeinanderfolgende Erhöhung; die reguläre Ausschüttung stieg in diesem Zeitraum um mehr als 30 Prozent. Die Hauptversammlung am 27. Mai 2026 muss noch zustimmen, die Auszahlung ist für den 11. Juni geplant.

Die Bilanz stützt den Kurs: Bei einer Verschuldungsquote von nur 14 Prozent und einem operativen Cashflow von 5,2 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 bleibt ausreichend Spielraum für die geplanten Investitionen von rund 3,2 Milliarden Euro. Bis 2030 peilt OMV ein bereinigtes CCS-Betriebsergebnis von mehr als 6,5 Milliarden Euro an — das Schwarzmeer-Gasprojekt Neptun Deep, das 2027 in Betrieb gehen soll, gilt dabei als weiterer Cashflow-Pfeiler.

Die Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 59,95 Euro und hat seit Jahresbeginn bereits knapp 24 Prozent zugelegt. Am 9. April folgt das Trading Update zum ersten Quartal 2026 — dann dürfte auch der formale BGI-Abschluss feststehen und erstmals die neue Dividendenlogik greifen.

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